Gretchen schaut - Der Filmpodcast

LAST NIGHT IN SOHO und LIEBER THOMAS

Seit letzter Woche laufen zwei Filme in den Kinos, die das Interesse von Gretchen wecken konnten: Mit Thomasin McKenzie und Anya Taylor-Joy geht es ins London der 60er Jahre und Albrecht Schuch sehen wir in der DDR als Schriftsteller Thomas Brasch.
Last Night in Soho und Lieber Thomas
Gretchen schaut: "Last Night in Soho" und "Lieber Thomas"

Gretchen schaut diese Woche zwei Filme, die direkt in die Vergangenheit führen: Regisseur Edgar Wright nimmt uns in "Last Night in Soho" mit auf eine Traumreise in die 60er Jahre, die allerdings immer mehr zu einem Horrortrip wird. Der Schriftsteller Thomas Brasch lebte in der DDR bis er sie wegen der Zensur seiner Werke verlassen musste. Sein Leben hat Regisseur Andreas Kleinert in "Lieber Thomas" verfilmt.

Laura und Leonie betrachten beide Filme aus einer kritischen Perspektive und gehen dabei besonders auf die unterschiedliche Darstellung von Frauen ein.
Die ganze Folge gibt es hier zum Nachhören:

 

Last Night in Soho

Ellies großer Traum geht in Erfüllung, als sie eine Zusage für ein Studium am London College of Fashion erhält. Vom Land zieht sie in den Londoner Bezirk Soho. Dort fällt es ihr schwer, Anschluss zu finden. Statt ihre schwierige Mitbewohnerin zu ertragen, sucht sie sich bald ein eigenes Zimmer. Dort träumt sie sich in eine andere Zeit.

Ellies Träume entwickeln im neuen Zimmer eine faszinierende Realität: Im Schlaf erkundet sie das Soho der 60er. Was sie dort erlebt, scheint in der Vergangenheit tatsächlich passiert zu sein.

Sie identifiziert sich mit der hübschen Sandy, die auch einen großen Traum verfolgt: Sie will unbedingt Sängerin werden. Der attraktive Manager Jack scheint ihr diesen Traum ermöglichen zu können. Auch Ellie wird von der schimmernden Welt der Sixties verzaubert. Doch schnell muss sie einsehen, dass früher doch nicht alles besser war - und die düsteren Schatten der Vergangenheit beginnen sie zu verfolgen...

 

Last Night in Soho (GB 2021, R: Edgar Wright; mit: Thomasin McKenzie, Anya Taylor-Joy, Matt Smith u.a.)

Lieber Thomas

Thomas Brasch liegt schon während der Militärakademie lieber im Gras, betrachtet die Sonne und träumt von Geschichten und Geborgenheit in seiner Familie. Als Erwachsener gibt er sich dann ganz dem Schreiben hin. Er wohnt teilweise in einer schäbigen Wohnung, die nur mit Tisch und Schreibmaschine ausgestattet ist und tauscht seine Liebhaberinnen so häufig wie andere ihre Socken.

Zwischen Alkohol, Drogen und Partys der Künstlerszene schreibt er Seite um Seite. Die ganze Zeit belastet ihn sein verzwicktes Verhältnis zu seinem Vater: Dieser ist ein überzeugter Kommunist und Parteifunktionär, der die Karriere seines Sohnes äußerst kritisch sieht. Unterstützung erfährt er von seinen Freundinnen, die ihn zum Widerstand gegen den Warschauer Pakt animieren, von seinem Bruder und von Katharina, Thomas’ großer Liebe.

Regisseur Andreas Kleinert portraitiert den Schriftsteller als eine Persönlichkeit, die hin und hergerissen ist zwischen einer Liebe für den Osten, den Idealen seines Vaters, der Zensur seiner Werke in der DDR und seinem Wunsch nach einem besseren System.

 

Lieber Thomas (DE 2021, R: Andreas Kleinert; mit: Albrecht Schuch, Jella Haase, Iona Iacob, Jörg Schüttauf)

 

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