Kulturveranstaltungen der Woche

Kulturtipps zum Montag

Diese Woche warten die Kulturtipps mit der jüdischen Woche in Leipzig und einer Ausstellungseröffnung auf. Außerdem gibt es wie immer einen tollen Filmtipp für laue Sommerabende.
Jüdische Woche in Leipzig
Kulturtipps zum Montag

#1 Jüdische Woche Leipzig

Bereits zum 14. Mal wird dieses Jahr die Jüdische Woche in Leipzig gefeiert, um die Vielfalt der jüdischen Kunst und Kultur sichtbar zu machen. Das Ziel ist es, die Bedeutung der jüdischen Kultur und Geschichte in Deutschland und Europa in Erinnerung zu behalten und sich für ein nachhaltiges friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen einzusetzen.

Die Stadt Leipzig veranstaltet die Jüdische Woche gemeinsam mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V

Gemeinsam konnte ein Programm aus 120 verschiedenen digitalen und analogen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit über 60 verschiedenen Institutionen und Vereinen realisiert werden. Dieses Programm führt die Teilnehmer:innen mit Hilfe verschiedener kultureller Ausdrucksformen wie Konzerten, Lesungen, Führungen, Filmen, Zeitzeug:innengesprächen, Theater und Tanz in die Welt des jüdischen Lebens ein.

Vom 27. Juni bis zum 04. Juli findet die Jüdische Woche in Leipzig statt.
Augrund der Coronasituation sind Programmänderungen vorbehalten. Auf Instagram findet ihr das aktualisierte Programm. Weitere Informationen gibt es hier.

 

#2 Ausstellung: CK Offspace

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung Pussy-Cat, Pussy-Cat, Where Have You Been? von Dominika Bednarsky eignet sich Christian Kölbl in seinen eigenen Räumlichkeiten vom 01. Juni bis zum 08. Juli einen Teil der G2 Kunsthalle an, indem er die architektonische Intention der Halle umschreibt.

Innerhalb der Wände des ehemaligen Stasi-Rechenzentrums entsteht mithilfe einer weißen Kartonkulisse eine Miniaturausstellung. Dieses Ausstellungsformat ist bereits seit 2019 unter dem Namen CK Offspace bekannt und bietet seitdem zahlreichen Künstler:innen die Möglichkeit, abseits der großen Galerien eine Präsentationsfläche für ihre Arbeiten zu bekommen - seien es nun kleine Leinwände, Skupturen oder Installationen.

Christian Kölbl ist als Begründer des Formats inzwischen alleinverantwortlich für das CK Offspace tätig und versteht es selbst als eine Schnittstelle zwischen digitalem und materiellem Ausstellungsraum. Zuerst erfolgt die künstlerische Konzeption in Zusammenarbeit mit Künstler:innen, danach die Realisierung im Miniaturraum und anschließend die fotografische Dokumentation, die auf Instagram jederzeit von jedem Smartphone aus nachverfolgbar ist.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findet man auf der Website der G2 Kunsthalle.

 

#3 Filmtipp: Chungking Express

Ein Film, der mich in letzter Zeit besonders berührt hat und den ich euch deswegen als Filmtipp dieser Woche vorstellen darf, ist das chinesische Liebesdrama Chungking Express. Die Story ist insgesamt in zwei Teile geteilt. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass im Mittelpunkt des Geschehens jeweils Polizisten stehen, die gerade mit Liebeskummer kämpfen.

Das erste Drittel handelt von Polizist #223, der von seiner Freundin May am 1. April verlassen wurde. Er gibt sich und der Beziehung einen Monat Zeit, um alles zu reflektieren und hofft währenddessen auf ein mögliches Comeback. An seinem Geburtstag soll die Bedenkzeit enden. Bis dahin vertreibt er sich die Zeit neben seiner Arbeit mit einem einzigartigen Abschiedsritual. Sein Gefühlsleben wird auf den Kopf gestellt, als er am letzten Tag Bekanntschaft mit einer Drogenschmugglerin macht.

Die letzten beiden Drittel drehen sich um den Polizisten #663, der ebenfalls frisch getrennt ist. Eine seiner Tagesroutinen ist es, ein Schnellrestaurant zu besuchen, in dem er die neue quirlige Snackbar-Mitarbeiterin Faye kennenlernt. Sie holt ihn aus seiner Schwermut heraus. Als eines Tages seine Exfreundin in dem Schnellrestaurant auftaucht und Faye den Wohnungsschlüssel hinterlässt, beginnt Faye heimlich, Zeichen ihrer Liebe in seiner Wohnung zu verteilen.

Regisseur Wong Kar-Wai’s Faszination für den Ort Chungking Mansions, der als Inspiration für diesen Film diente, findet Ausdruck in der musikalischen Untermalung und in den experimentellen Kamerawinkeln. Mit dieser Komposition gelingt es ihm, den Zuschauer in Hongkongs turbulente und anonyme Athmosphäre eintauchen zu lassen –  ohne jedoch den Blick für die einzelnen Charaktere zu verlieren. Die Persönlichkeitszüge der Hauptfiguren kristallisieren sich insbesondere durch die Interaktionen untereinander heraus und verleihen ihnen gerade durch ihre Eigenheiten Liebenswürdigkeit.

Chungking Express (HKG 1994, R: Wong Kar-wai)

 

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#1 JÜDISCHE WOCHE

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#2 AUSSTELLUNG

CK Offspace

#3 FILMTIPP

Chungking Express