Kultur an der frischen Luft im Juni

Kulturtipps zum Montag

Viel zu lange mussten wir mit trüber Stimmung drinnen sitzen. Also lasst uns mit den beiden Outdoor-Kulturtipps dieser Woche zelebrieren, dass es wieder mehr Lockerungen und damit Anlässe zum Rausgehen gibt – und hoffen, dass das Wetter mitspielt!
Der Sommer ist da!
Endlich wieder Kultur an der frischen Luft!

Da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, ist dieser Kulturtipp diesmal monatsübergreifend gedacht.

#1 Open-Air-Kino: Lasset die (Film-) Spiele beginnen!

Was gibt es Besseres als an einem lauen Juniabend einen Film-Klassiker an der frischen Luft zu sehen? Die Antwort könnt ihr euch denken - und deshalb freuen wir uns, dass die Open-Air-Kino-Saison diesen Monat startet und haben dank der sinkenden Inzidenzwerte große Hoffnung darauf, dass alle Open-Air-Spielstätten dieses Jahr wieder wie gewohnt ihren Betrieb aufnehmen können.

Diesen Monat könnt ihr schon mal zwischen dem klassischen Open-Air-Kinoerlebnis wie beim Sommerkino an der Plagwitzer Markthalle (Premiere 10.06) oder dem „Auto-Kino in Motorsportatmosphäre“ auf der Porsche-Rennstrecke wählen.

#2 Impro-Theater: Was ihr wollt

Ob Oper, Western oder Ballett und ob Shakespeare oder nicht – was ihr wollt, das bekommt ihr beim Improvisations-Theater der Theaterturbine am Samstag, dem 5. Juni.

Beim Impro-Theater gibt es keine festen Texte, keine Absprachen, keine Regie und genau das ist der Reiz dabei. Die Schauspieler:innen müssen spontan und frei reagieren und miteinander interagieren und niemand weiß, was als Nächstes passiert.

Auch diese Veranstaltung findet draußen statt und zwar auf der Open-Air-Bühne der Moritzbastei. Einlass ist ab 15 Uhr, Beginn um 16 Uhr. Weitere Informationen findet ihr hier.

#3 Filmtipp der Woche: Hidden Figures

Der Filmtipp dieser Woche versetzt euch zurück in die USA der 1960er Jahre.

"Hidden Figures", aus dem Jahr 2016, basiert auf wahren Begebenheiten und auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Margot Lee Shetterly. Der Film erzählt die Geschichte von drei afroamerikanischen Frauen, die zu dieser Zeit bei der NASA als Mathematikerinnen gearbeitet haben und deren Arbeit eine sehr entscheidende Rolle spielen sollte. Denn dank ihrer Berechnungen konnte die USA 1962 den Amerikaner John Glenn in einer Raumkapsel dreimal die Erde umrunden lassen und so  im Wettrennen gegen die Sowjetunion aufholen..

Bei Hidden Figures geht es aber nicht darum, die Erfolgsgeschichte des US-amerikanischen-Raumfahrtprogramms zu zeigen. Der Film soll, wie der Name verrät, die drei ausgewählten Frauen und ihre brilliante Arbeit sichtbar machen, die viel zu lange nicht gewürdigt wurde. Dafür portraitiert er auf berührende Art und Weise, wie die drei Hauptdarstellerinnen durch die damals herrschende Rassentrennung und die für sie geltenden Einschränkungen immer wieder in ihrer Arbeit behindert und als Menschen gedemütigt wurden, aber auch, wie sie sich davon nicht entmutigen ließen und an ihren Zielen festhielten. Die Geschichte von Katherine G. Johnson, Dorothy Vaughn und Mary Jackson steht damit stellvertretend für viele weitere dieser Art, in denen Hautfarbe und Herkunft relevanter waren als die Leistung der Betroffenen.

Obwohl das dem Film zugrundeliegende Thema tragisch und ernst ist, hat es Regisseur Theodore Melfi geschafft, dieses Gefühl der Schwere beim Anschauen nicht überwiegen zu lassen. Das passiert vor allem durch die vielen humorvollen Sequenzen, die genau richtig dosiert sind und so die Botschaft des Films auf keinen Fall schwächen. Außerdem überzeugt der Film mit fantastischen Schauspieler:innen.

Hier seht ihr den Trailer:

Hidden Figures ist bei allen gängigen VoD-Anbietern ab einem Preis von 2,99€ zum Leihen verfügbar.

Hidden Figures (USA 2016, R: Theodore Melfi)

 

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#1 OPEN-AIR-KINO

Plagwitzer Markthalle und Autokino

#2 IMPRO-THEATER

Was ihr wollt

#3 FILMTIPP DER WOCHE

Hidden Figures