Kulturveranstaltungen trotz Corona

Kulturtipps zum Montag

Wir haben diese Woche wieder spannende Veranstaltungstipps für euch! Dieses Mal tauchen wir mit einem Kunstfestival und einer Lesung in die Kulturszene des Leipziger Ostens ein.
Jeden Montag gibt's 3 Kulturtipps vom Kultstatus!

#1 Zeitgenössische Kunst: ART GO EAST Biennale

Zum zweiten Mal findet die Biennale ART GO EAST vom 20.-28.05. statt, dieses Mal unter dem Motto „to collaborate“. Mit Fokus auf die Kultur im Leipziger Osten hofft ART GO EAST, durch Kunst Austauschmöglichkeiten zu schaffen, um über neue kulturelle
Entwicklungen und Perspektiven im Stadtviertel ins Gespräch zu kommen. In 14 verschiedenen Kunsträumen im Leipziger Osten können Besucher*innen Ausstellungen, Künstler*innen- und Kurator*innengespräche besuchen. Die teilnehmenden Kunsträume werden durch ein Artwalk verbunden. Entlang der Festivalroute werden künstlerische Arbeiten in den Schaufenstern ausgestellt.
Eine der vielen empfehlungswerten Veranstaltungen im Rahmen des Festivals ist ein partizipativer Telegram-Spaziergang von Great Circus of Failure am Freitagabend um 17 Uhr. Die Anmeldung erfolgt mit einer kurzen Mail an kontakt@krudebude.de.
Mehr Informationen zu weiteren Veranstaltungen sind auf der ART GO EAST Instagram-Seite zu finden.

#2 Lesung: Leipzig liest – Kinderkriegen. Reproduktion reloaded.

Im Rahmen der Lesungsreihe „Leipzig liest“ findet eine Online-Lesung vom Ost-Passage Theater am Samstag den 29.05. um 19.00 Uhr statt. Die Herausgeberinnen der Essaysammlung „Kinderkriegen. Reproduktion Reloaded“, Barbara Peveling und Nikola
Richter werden, begleitet von teilnehmenden Autor*innen, auf dem YouTube-Kanal des Ost-Passage Theaters das neu erschienene Buch vorstellen. In der Sammlung von 26 Essays wird das Thema Familie und Kinderkriegen kritisch analysiert. Unter anderem werden Machstrukturen und traditionelle Familienbilder durch persönliche Erfahrungsberichte aufgearbeitet.
Die Lesung kann kostenlos und ohne Voranmeldung besucht werden.

#3 Filmtipp der Woche: Futur Drei

Der Debütfilm des Jünglinge Filmkollektivs „Futur Drei“ ist unser Filmtipp der Woche.
Für all diejenigen, die den Kinostart im Herbst letzten Jahres verpasst haben, ist der Film seit Mitte April endlich auch auf Video on Demand verfügbar.

Der Regisseur Faraz Shariat verarbeitet seine eigenen Lebenserfahrungen durch eine semibiographische Verfilmung. In dieser Coming-of-Age Geschichte dreht es sich um Parvis und das geflüchtete Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Parvis lernt die
beiden Geschwister kennen, als er Sozialstunden in einer Geflüchtetenunterkunft ableisten muss. Das iranische Geschwisterpaar und der deutsch-iranische Parvis freunden sich trotz ihrer ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten schnell an. Parvis versucht, eine Balance zwischen seiner deutschen Sozialisierung und seiner iranischen Wurzeln zu finden, während die beiden lebensfrohen Geschwister versuchen, ihre jugendliche Lebensfreude trotz der Ungewissheit ihres Aufenthaltsstatus zu bewahren.

Queere Liebesgeschichte

Im Film geht es um Identitätsfindung, Zugehörigkeit, freundschaftliche und romantische Liebe und den Drang nach der Unbeschwertheit der Jugend angesichts einer ungewissen Lebenssituation.
Die herzzerreißende, queere Liebesgeschichte mit bunter Popästhetik bringt frische Luft in die deutsche Kinoszene. Das Jünglinge Kollektiv schafft es in seinem Debütfilm, durch eine starke Besetzung und eine authentische Erzählweise, eine andere Sichtweise
auf postmigrantische Lebensrealitäten darzustellen. Durch ihre Arbeit setzt sich das junge Filmteam für mehr Diversität im deutschen Kino ein.

 

 

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