Kulturveranstaltungen trotz Corona

Kulturtipps zum Montag

Falls ihr schon immer mal tote Philosophen miteinander streiten sehen wolltet, euch für neue Formen von Infrastruktur interessiert oder einfach mal wieder eine richtig gute Filmempfehlung braucht: Werft einen Blick auf die neuen Kulturtipps.
Jeden Montag gibts 3 Kulturtipps vom Kultstatus!

#1 „Café der toten Philosophen“ live aus der Schaubühne Lindenfels

Marc Aurel diskutiert seine Ideen mit Friedrich Nietzsche und Edmund Husserl. Wie das gehen soll, wo die drei Denker doch zu ganz unterschiedlichen Zeiten gelebt haben? Die Schaubühne Lindenfels macht’s möglich!
Vertreten von drei Geisteswissenschaftlern aus Leipzig und Halle debattieren die Philosophen am Dienstag, den 04. Mai um 18 Uhr über die Bedeutung von Krisen und darüber, ob man an Schicksalsschlägen auch wachsen kann.

Die Veranstaltung wird live aus der Schaubühne übertragen, zum Youtube-Stream gelangt ihr hier. Das Dazuschalten ist kostenlos.

 

#2 Ausstellung: Broken relations – Infrastruktur und Unterbrechung

Die Corona-Pandemie erzwang in vielen gesellschaftlichen Teilbereichen ein Umdenken bezüglich bestehender Transport- und Kommunikationswege. Das Projekt „Broken relations – Infrastruktur und Unterbrechung“ wählt einen kreativen Zugang, um sich mit den Einschnitten in bekannten Strukturen, ihren Folgen und Alternativen zu beschäftigen.

Am Donnerstag, den 06. Mai beginnt das gleichnamige Ausstellung- und Veranstaltungsprogramm in der HGB Galerie. Studierende der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Künstler:innen, Kurator:innen und Theoretiker:innen haben sich zusammengeschlossen, um der Kunst auch unter pandemischen Bedingungen einen Raum zu geben. Aktuelle Unterbrechungen sollen aufgearbeitet und neue Verbindungen geschaffen werden.

Weitere Informationen findet ihr hier.

 

#3 Filmtipp der Woche: Victoria

"One Girl. One City. One Night. One Take."

Nach einer durchtanzten Nacht in einem Berliner Club trifft die junge Spanierin Victoria auf Sonne, Boxer, Blinker und Fuß, die versichern, ihr das wahre Berlin zeigen zu können. Zögerlich schließt sie sich den Männern an, in der Hoffnung, in der fremden Stadt Anschluss zu finden. Doch was mit Späti-Bier und trunkenem Fahrradfahren beginnt nimmt im Laufe der Nacht ungeahnte Wendungen, bis in den frühen Morgenstunden Schüsse fallen.

Zu Recht mit zahlreichen Auszeichnungen überhäuft, ist „Victoria“ nicht nur ein bis zur letzten Szene spannender Film, sondern auch besonders in seiner Produktionsweise. Der 140 Minuten lange Streifen wurde in nur einer einzigen Kameraeinstellung gedreht, ohne Unterbrechungen oder Schnitte. Eine Herausforderung, die den Schauspieler:innen – allen voran Laia Costa und Frederick Lau in den Hauptrollen – einiges an Können abverlangt, die diese aber mit Bravour meistern.

Mit „Victoria“ schuf Regisseur Sebastian Schipper einen Film, dessen Unmittelbarkeit von Anfang an fesselt und der einen noch Tage nachdem man ihn gesehen hat, aufwühlt.

 

Victoria ist momentan ohne Aufpreis im Abo von Amazon Prime und Netflix zum Streamen verfügbar.

Victoria (DE 2015; R: Sebastian Schipper).

 

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Annalena Gebauer
03.05.2021 - 10:55
  Kultur

#1 GESPRÄCHSRUNDE

"Café der toten Philosophen"

#2 AUSSTELLUNG

Broken Relations

#3 FILMTIPP

Victoria