Porträt

FDP-Direktkandidat René Hobusch

René Hobusch ist der Direktkandidat der FDP im Wahlkreis Leipzig-Nord. Mit ihm haben wir über die Themen Studienfinanzierung, Wohnen und Kultur gesprochen.
René Hobusch lehnt an der Moritzbastei. Er trägt ein weißes Hemd und eine graue Anzughose.
René Hobusch vor der Moritzbastei

René Hobusch beschreibt sich selbst als jemanden, der mit beiden Beinen im Leben stehe. In den Neunzigerjahren begann er, in Leipzig Politikwissenschaft zu studieren. Dieses Studium brach er ab und begann nach einigen Jahren Arbeitserfahrung ein Jurastudium, dass er auch abschloss. Heute ist Hobusch Rechtsanwalt, Bauunternehmer und Direktkandidat der FDP im Wahlkreis Leipzig Nord. Er sieht sich wegen seiner beruflichen Erfahrung als qualifiziert, in den Bundestag einzuziehen. Trotzdem rechnet René Hobusch nicht damit, tatsächlich gewählt zu werden.

Da muss man schon ehrlich zu sich selbst sein. Ich bin angetreten, weil ich den Freien Demokraten hier in Leipzig ein Gesicht und eine Stimme geben möchte.

René Hobusch

Wie kann ein Studium finanziert werden?

Für René Hobusch damals, so wie für viele Studierende heute, ist es normal und auch notwendig, sich das Leben während des Studiums finanzieren zu können. Im Wahlprogramm der FDP wird vorgeschlagen, das BAföG elternunabhängig zu machen. Zusätzlich könnten Studierende, die eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, bis zu 200 Euro zusätzlich zum BAföG bekommen. Hobusch selbst sieht seine Arbeitserfahrung während des Studiums als Bereicherung an. Für ihn sei es es ein individuelles Problem, wenn Studierende neben dem Studium keine Zeit zum arbeiten hätten.

Das ist ja keine Frage von Gerechtigkeit, sondern das ist eine Frage der Realitäten.

René Hobusch

Weniger Ausgaben für Kultur und Veranstaltungen

Wegen der Pandemie waren Kultureinrichtungen, und die in Leipzig besonders große freie Kulturszene, auf finanzielle Unterstützung von der Stadt angewiesen. René Hobusch kritisiert diese hohen Ausgaben. Laut ihm solle Kultur mehr von privaten Investor:innen gefördert und weniger durch öffentliche Gelder finanziert werden. Die Kunstfreiheit sei dadurch nicht gefährdet. Hobusch glaubt, man könne den Inverstor:innen vertrauen, dass sie sich nicht in die Gestaltung der Inhalte einmischen würden. Er sagt auch, dass für die Kulturförderung strengere Auflagen gelten sollen.

Vielleicht müssen wir da auch den Mut zu haben, dass wir ein Stückchen weit die Spreu vom Weizen trennen. Damit die einen auch die Chance haben und die anderen, zu deren Konzept es auch gehört, dauerhaft sich da fördern und unterstützen zu lassen, vielleicht rechtzeitig aussortiert werden.

René Hobusch

Hobusch selbst sagt, er unterstütze Künstler:innen aus Leipzig.

(Un-)bezahlbarer Wohnraum

Wohnen in Städten wird teurer, gleichzeitig wachsen diese aber auch. Dazu äußerte René Hobusch sich auch auf Twitter:

René Hobusch spricht sich gegen die Regulierung von Mietpreisen aus. Im Interview hat er uns erzählt, dass er denkt, dass beispielsweise Studierende in Leipzig sich auch in Zukunft die Miete leisten können werden. Zum Abschluss hat René Hobusch uns erzählt, was die wichtigste Forderung ist, die er nach Berlin mitnehmen möchte:

Wir müssen enkelgerechter, generationengerechter werden. Nachhaltigkeit gilt nicht nur beim Klima, sondern auch bei Rente und Sozialversicherungssystemen.

René Hobusch

Das ganze Interview zum Nachhören:

Porträt René Hobusch - Ein eitrag von Sonja Garan
Porträt René Hobusch

 

Das Kandidatenporträt zum Nachhören:

Porträt von René Hobusch - Ein Beitrag von Sonja Garan
Porträt von René Hobusch

 

 

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