Gretchen schaut - Der Filmpodcast

THE FATHER & PROMISING YOUNG WOMAN

Diese Woche bei “Gretchen schaut” gibt es nicht nur einen, sondern gleich zwei Oscar-Prämierte Filme, die es in sich haben! Die Kino-Redaktion bespricht “The Father” und “Promising Young Woman”.
Gretchen schaut THE FATHER und PROMISING YOUNG WOMAN
Gretchen schaut THE FATHER und PROMISING YOUNG WOMAN

2 Filme, 11 Nominierungen, 3 Oscars. Ob das Demenzdrama “The Father” und “Promising Young Woman”, ein Film der zeigt, dass die MeToo-Bewegung endgültig auch in Hollywoodproduktionen angekommen ist, einen Kinobesuch wert sind, verraten Miriam und Joma in der aktuellen Podcast-Folge von “Gretchen schaut”:

The Father

Sich um ein demenzkrankes Familienmitglied zu kümmern, kann auch belastend sein. Und so ist es auch für Anne - gespielt von Olivia Colman - nicht einfach, den Krankheitsverlauf ihres Vaters Anthony - gespielt von Sir Anthony Hopkins - mitzuerleben. 

Neben der berührenden Geschichte ist Anthony Hopkins und Olivia Colmans schauspielerische Leistung eine der großen Stärken des Films. Beide spielen ihre Rolle so authentisch, dass man ihnen als Zuschauer die enge familiäre Bindung ihrer Charaktere sofort abkauft. Nicht verwunderlich also, dass beide für einen Oscar nominiert wurden: Olivia Colman als beste Nebendarstellerin und Sir Anthony Hopkins als Bester Hauptdarsteller, den Hopkins letztlich auch verdient gewann. 

Auch in der Kategorie "Bester Film" erhielt das Filmdebüt von Regisseur Florian Zeller, der zuvor bereits Theaterstücke inszenierte und als Romanautor tätig ist, eine Nominierung. Zellers Adaption der Geschichte erinnert stilistisch an seine Wurzeln im Theater und gibt einen umso intimeren Einblick in das Leben von Vater und Tochter. "The Father" ist eine sehr menschliche Geschichte mit einer emotionalen Wucht, die ohne viel Schnick-Schnack drumherum auskommt.

Hier geht´s zum Trailer:

Promising Young Woman 

(Trigger-Warnung: Vergewaltigung, Suizid)

Die USA sind bekannt für Fastfood, Waffen, grenzenlose Freiheit, große Autos und hohe Studienkosten - weniger für die zahlreichen Vergewaltigungen an ihren Universitäten. Im Land selbst herrscht eine besonders große Frustration, da Täter, die in den meisten Fällen männliche junge Studenten sind, oft mit sehr geringen Strafen davonkommen - sofern ihre Tat überhaupt strafrechtlich verfolgt wird. Inspiriert von einem dieser Vergewaltigungsfälle ist Regisseurin Emerald Fennell mit “Promising young Woman” ein höchstaktueller Film gelungen, der auch in Hollywood Wellen schlägt.

​In “Promising Young Woman” geht Cassandra, gespielt von Carey Mulligan, jedes Wochenende in eine Bar, und tut so, als ob sie sturzbetrunken sei. Woche für Woche bieten "nette" Männer ihre Hilfe an und nehmen sie mit zu sich nach Hause, wo sie versuchen, Cassies Situation auszunutzen und mit ihr zu schlafen. Diese jedoch offenbart im letzten Moment, dass ihre Teilnahmslosigkeit nur Schein war und konfrontiert ihre Gegenüber. Das Schicksal ihrer besten Freundin Nina motiviert sie zu diesen ungewöhnlichen Feldzügen.

Mit einer großartigen Besetzung, darunter Comedians wie Bo Burnham und Alison Brie, bringt Fennel eine feministische Racheerzählung auf die große Leinwand. Auch dieses Filmdebüt konnte gleich mehrere Oscar-Nominierungen vorweisen, darunter für das “Beste Originelle Drehbuch”.

Hier geht´s zum Trailer:

 

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