Porträt

CDU - Direktkandidatin Jessica Heller

Jessica Heller will diesen September als Direktkandidatin der CDU im Wahlkreis Leipzig-Süd in den Bundestag gewählt werden. Das Hauptthema ihres Wahlkampfes ist die Verbesserung der deutschen Gesundheitspolitik.
Auf dem Bild ist Jessica Heller vor der Moritzbastei zu sehen
Jessica Heller, Direktkandidatin der CDU

Jessica Heller wurde 1990 in Zwenkau, einem Vorort von Leipzig, geboren und verbrachte ihre Kindheit am Leipziger Stadtrand in Leipzig-Hartmannsdorf, wo sie bei ihrer Mutter aufwuchs.

Nach Abschluss ihrer Schulzeit machte sie eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Merseburg und arbeitete dann im Herzzentrum Leipzig-Probstheida. In der Folge arbeitete sie ein Jahr in England als Krankenschwester, was ihr, so Jessica Heller, einen guten Einblick in das Gesundheitssystem eines anderen Landes gab.

Seit 2018 ist sie als Intensivpflegerin am Universitätsklinikum Leipzig tätig und daneben seit zwei Jahren Mitglied beim Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. Ursprünglich plante sie dabei gar nicht, in die Politik zu gehen oder sogar für den Bundestag zu kandidieren.

Politische Karriere

Jessica Hellers Karriere in der Politik nimmt Fahrt auf, als sie 2014 das erste Mal in den Stadtrat gewählt wird. Dort ist sie seit 2019 Vorsitzende des Rats Allgemeine Verwaltung und wurde im gleichen Jahr ebenfalls zur Vorsitzenden der Frauen-Union Leipzig gewählt.

Dabei beschäftigt sie sich politisch vor allem mit der Gesundheitspolitik und dem Notstand derselben:

Das liegt vor allem daran, dass in keiner Partei, in meiner nicht und auch nicht in den anderen, viele Leute aus dem Gesundheitswesen sitzen. Das ist einfach eine Berufsgruppe, die stark unterrepräsentiert ist und alle wollen es besser machen, aber keiner weiß es so richtig.

Jessica Heller

„Nicht progressiv, aber realitätsnah“

Eine Partei, die thematisch breit aufgestellt ist und deswegen viele Interessen vereint. Das ist Hellers Einschätzung nach der große Vorteil der CDU gegenüber anderen Parteien. Das bedeutet für sie aber auch, Politik für die Mehrheit zu machen, um die politische Legitimation zu behalten. 

Sorge davor, Bürger:innen an den rechten Rand zu drängen, hat sie dabei vor allem bei der Thematik zu Maßnahmen für den Klimaschutz. 

Obwohl ihr Wunsch ist, dass beispielsweise nachhaltige Mobilität gefördert wird und mehr Nationalparks in Deutschland errichtet werden sollten, möchte sie doch bei allen Maßnahmen auf die setzen, mit denen alle Bürger:innen einverstanden sind.

Es ist schon wichtig, die Mehrheit der Bevölkerung mitzunehmen. Die Akzeptanz dafür, dass wir was für den Klimaschutz tun müssen und dass sich die aktuellen Entwicklungen nicht fortsetzen dürfen, sondern im Gegenteil, sie umdrehen müssen, ist ja da, aber wenn es den Leuten an die eigene Existenz und an die Sicherheit geht, dann wird es schwierig.

Jessica Heller

Forderungen für die nächsten vier Jahre 

So vage sie sich in der Thematik zu konkreten Maßnahmen für den Klimaschutz ausdrückt, so ambitioniert setzt sie sich für ihre Vorstellung einer verbesserten Gesundheitspolitik ein. 

Wenn sie in den Bundestag gewählt wird, sagt sie, will sie ein Netzwerk aus Politiker:innen aufbauen, die entweder im Pflegebereich gearbeitet haben oder noch immer dort tätig sind.

Dass wir ein Pflegesystem hinkriegen und ein Gesundheitssystem, in dem alle gut versorgt sind, in dem keine Familien überlastet sind und in dem sich jeder gute Pflege leisten kann, das wäre mein Wunsch und meine Forderung.

Jessica Heller

Um diese Vorstellungen umsetzen zu können, muss Heller allerdings, sollte sie im Wahlkreis Leipzig-Süd als Direktkandidatin in den Bundestag gewählt werden, im Bundestag zusätzlich in den Gesundheitsausschuss gewählt werden.

Das Porträt zum Nachhören:

CDU Direktkandidatin Jessica Heller im Porträt. Ein Beitrag von Eva Heiligensetzer.
2609 Porträt Heller CDU

Das gesamte Interview mit Jessica Heller zum Nachhören:

CDU Direktkandidatin Jessica Heller im Interview.
2609 IV Heller CDU
 

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