Bundestagswahlkampf in Leipzig

Auf Stimmfang mit den Linken

Die Bundestagswahlen rücken näher. Mit der Unterstützung von Katja Kipping, Infoständen und Kneipentouren sind die Direktkandidat:innen der Linken dafür durch die Stadt gezogen.
Sören Pellmann und Katja Kipping
Sören Pellmann und Katja Kipping beim Wahlkampf in der Leipziger Fußgängerzone.

Die Wahlen am 26. September sind aktuell Thema Nummer eins in den Medien. Auch der Wahlkampf ist im vollen Gange und überall schießen kleine Infostände und Wahlkampfveranstaltungen aus dem Boden. Eine Partei, die sich dieses Jahr dabei besonders ins Zeug legen muss, ist die Linke. Die sind nämlich seit den letzten Bundestagswahlen 2017, nach aktuellen Umfragen, von 9,2 Prozent auf 6,2 Prozent abgerutscht und müssen daher sogar die fünf Prozenthürde bangen.

Auch Leipzig-Süds Direktkandidat Sören Pellmann möchte dieses Jahr wieder gewählt werden. Dazu haben sie sich Unterstützung aus Dresden angefordert. Katja Kipping, Spitzenkandidatin der Linken in Sachsen und Direktkandidatin aus Dresden, ist extra angereist um die Direktkandidat:innen Sören Pellmann und Nina Treu auf ihrem Wahlkampftag zu begleiten.

Wahlkampf mit Gummibärchen und Stiften

Gemeinsam wollen sie morgens in Paunsdorf auf Straßenwahlkampf gehen und die Menschen vor Ort erreichen. Nachmittags geht’s dann weiter in die Innenstadt, wo ein Infostand vor dem Starbuckscafe aufgebaut ist. Mit Wahlkampftütchen, Plakaten und Reden durch die Lautsprecher machen die Linke auf sich aufmerksam. Den Vorbeischlendernden werden Flyer, Gummibärchen und Stifte in die Hand gedrückt und ins Gespräch verwickelt. Sören Pellmann ist immer noch recht optimistisch und entspannt:

Also in Leipzig läuft der Wahlkampf wunderbar. Wir sind tatsächlich jetzt schon viele Wochen unterwegs und die Stimmung ist aufgeschlossen, positiv und die Menschen merken, dass der Wahlkampf näher rückt.

Sören Pellmann

Abends zieht das Wahlkampfteam dann nach Westen. An der Karl-Heine-Straße ist ein Kneipenwahlkampf geplant. Vor dem Westwerk steht schon ein Wahlkampfstand, von dem aus dann ein Lastenrad die Tische im Außenbereich der Restaurants und Kneipen abklappern soll.

Gesicht zeigen

Katja Kipping und Sören Pellmann ziehen dann nach einer kleinen Wahlkampfrede los, die Straße entlang. Mit einem Wegbier in der Hand und bewaffnet mit Wahlkampftüten gehen sie von Tisch zu Tisch und unterbrechen die Menschen beim Abendessen oder dem Feierabendbier. Generell ist die Stimmung heiter und man lässt sich gerne auf Gespräche ein, um sich über die kommende Bundestagswahl zu informieren. Das bestätigt auch eine Passantin:

Ich glaube gerade für die Leute, die sich nicht so viel damit auseinandersetzen und sich nicht die ganzen Abgeordneten und so anschauen ist des perfekt, weil man so ein Gesicht sieht und man hat die Info direkt in der Hand.

Nach zwei Stunden sind dann alle Tütchen verteilt und beide Seiten der Karl-Heine Straße einmal abgelaufen. Auf den meisten Tischen findet man jetzt rote Flyer und Wahlwerbung der Linken. Ob sich der Tag für diese gelohnt hat, wird man dann spätestens am 26. September sehen.

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