Porträt

AfD - Direktkandidat CHristoph Neumann

Der Direktkandidat der AfD für den Wahlkreis Leipzig-Nord heißt CHristoph Neumann. Sein Hauptziel: Den Weiterbau des Elster-Saale-Kanals voranbringen. Ein Gespräch über vier Jahre im Bundestag und seine Forderungen für diese Bundestagswahl.
AfD-Direktkandidat Christoph Neumann im Studio
AfD-Kandidat CHristoph Neumann

CHristoph Neumann tritt für die AfD im Leipziger Norden als Direktkanddidat an. Die Schreibweise seines Namens ist selbstgewählt - sie sei an die altchristliche Schreibweise seines Namens angelehnt, sagt Neumann. Im Leipziger Norden kenne er sich aus, sagt er, denn dort ist er aufgewachsen. Neumann, der sich als echten "Ur-Leipziger" sieht, hat seine Kindheit und Jugend im Norden der Stadt verbracht.

Eine wechselhafte Karriere

Nach einer Tischlerlehre und einem Maschinenbaustudium zog es den 56-jährigen 1989 nach Berlin, wo er einige Jahre als Grenzschützer und in der Verwaltung der Stadt München arbeitete. Bis 2011 verbrachte er 15 Jahre teils in Russland und der Ukraine, wo er als PR-Berater tätig war. Nach Neumanns Rückkehr nach Leipzig gründete er eine Firma, die sich auf Umzugshilfe für ausländische Fachkräfte in Deutschland spezialisiert hat.

Politisch bezeichnet CHristoph Neumann sich als sehr konservativ, er habe sogar lange Zeit die CDU gewählt. Doch damit ist spätestens dann Schluss, als er 2014 der AfD beitritt.

Ich habe auch noch die erste Runde der Kanzlerin mitgetragen.

CHristoph Neumann, AfD-Direktkandidat

Bereits 2017 ist Neumann für die AfD zur Bundestagswahl angetreten. Für ein Direktmandat reichte es mit 20,5% der Stimmen nicht ganz, aber über die Landesliste seiner Partei gelangte er dennoch in den Bundestag.

Kernthema: Tourismus

Im Bundestag engagiert CHristoph Neumann sich vor allem im Tourismus-Ausschuss und für den Weiterbau des Elster-Saale-Kanals. So könne Leipzig an das europaweite Wasserstraßennetz angebunden werden.

Sie könnten fast alle europäischen Hauptstädte mit einem Schiff erreichen.

CHristoph Neumann, AfD-Direktkandidat

Der Kanal und der Tourismus in Mitteldeutschland sind sein Herzensthema, zu anderen Themen äußert er sich in den letzten Jahren deutlich weniger. Etwa wenn es um das Thema Wohnen geht: Als möglichen Lösungsansatz nennt er zwar den Mietkauf (ein spezieller Mietvertrag, bei dem man die gemietete Immobilie nach einer vereinbarten Zeit kaufen kann), eine genaue Erklärung seiner Pläne sucht man auf Neumanns Webseite aber vergebens.

Auch zum Klimaschutz finden sich dort kaum Informationen. Im Interview äußert er sich kaum dazu und spricht von Uneinigkeiten in der Wissenschaft - obwohl man sich in der Klimaforschung schon lange einig ist: Der Klimawandel ist menschengemacht. Immerhin: Umweltschutz und Bäume pflanzen hält Neumann auch unabhängig vom Klima für sinnvoll.

Angst vor Denkverboten

Seine Freiheit sieht Neumann eingeschränkt. Nach der Wende, in den Neunziger- und Nullerjahren sei die Freiheit am größten gewesen. Durch die Darstellung der Medien käme es nun aber, etwa beim Thema Klimaschutz, zu Denkverboten. Eine freie Entwicklung wie damals, das sei heute nicht mehr möglich.

CHristoph Neumanns Kernthema ist jedoch der Tourimus, um den dreht sich auch seine wichtigste politische Forderung, die er mit nach Berlin nehmen möchte:

 

Ich möchte als Obmann im Ausschuss für Tourimsus den Tourismus wieder auf Vordermann bringen. Er hat durch Corona massiv gelitten und über 3 Millionen Menschen in Deutschland leben vom Tourismus und ich möchte diesen Menschen eine reale Chance geben, dass sie in ihrem Beruf wieder Fuß fassen und so einen aktiven Beitrag für die kulturelle Freizeitgestaltung unseres Volkes darstellen.

CHristoph Neumann, AfD-Direktkandidat

Das Porträt zum Nachhören:

Porträt CHristoph Neumann AfD 2021

Das gesamte Interview mit CHristoph Neumann zum Nachhören:

Interview CHristoph Neumann AfD 2021

 

 

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