Einheits- und Freiheitsdenkmal

Zweite Bewertungsrunde ungültig

Das Oberlandesgericht in Dresden hat im Streit um die Entwürfe für das geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal eine Entscheidung gefällt.
Der geplante Standort des neuen Einheitsdenkmals zwischen Stadtbibliothek und Neuem Rathaus

Wie die Pressesprecherin des Oberlandesgerichts Gesine Tews mephisto 97.6 mitteilte, hat das Gericht das zweite Vergabeverfahren für ungültig erklärt. Grund dafür sei ein Mangel an Transparenz und ein verändertes Bewertungsgremium.  

Die Firmen M+M aus München und Annabau Berlin hatten in der ersten Bewertungsrunde für ihren Entwurf den 1. Platz erhalten. Nachdem Kritik an dem Entwurf aus der Bevölkerung laut wurde, hatte die Stadt um eine Weiterentwicklung der Entwürfe durch die drei Bewerber gebeten.

In der zweiten Bewertungsrunde hatte ein neues Preisgericht dann den Entwurf mit dem Titel "70.000" auf den dritten Platz verbannt und den ehemalig drittplatzierten Entwurf "Herbstgarten" den ersten Platz verliehen. Dagegen hatten M+M und Annabau Berlin Beschwerde eingereicht.

Nach der Entscheidung am Oberlandesgericht Dresden steht der Prozess nun wieder an dem Punkt nach der ersten Bewertungsrunde. Das Preisgericht für die zweite Runde müsse soweit wie möglich mit dem ursprünglichen Gremium identisch sein. Außerdem seien die Wettbewerber über die Bewertungskriterien aufzuklären, sodass sie ihre Entwürfe entsprechend anpassen können.

 

Das Oberlandesgericht in Dresden hat im Streit um das Freiheits- und Einheitsdenkmal eine Entscheidung gefällt. Verena Richter im Gespräch mit Moderatorin Karolin Dörner.
 
 

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