CD der Woche: Royal Blood - Royal Blood

Zwei Männer, Schlagzeug und Bassgitarre

Das ist das Erfolgsrezept von Royal Blood, mit dem sich die beiden Freunde aus Brighton aufmachen, um die Rockwelt zu erobern. Ihr selbstbetiteltes Debüt ist unsere CD der Woche.
Schön "rockig" sehen sie aus: Mike Kerr und Ben Thatcher alias Royal Blood
Schön "rockig" sehen sie aus: Mike Kerr und Ben Thatcher alias Royal Blood

Viel brauchen Royal Blood nicht für ihren einzigartigen Sound. Nach ihren ersten gefeierten Singles „Out Of The Black“, „Little Monster“ und „Come On Over“ liefern Royal Blood mit ihrem gleichnamigen Debüt das erste Album und beweisen, dass der Hype um sie keinesfalls unberechtigt ist.

Royal Blood gründete sich 2012 in Brighton und besteht aus den langjährigen Freunden Mike Kerr und Ben Thatcher. Als Ben Mike nach dessen Australienreise vom Flughafen abholte, kam den  beiden auf der Rückfahrt die Idee, eine Band zu gründen. Schon am darauffolgenden Tag hatte sie  ihren ersten Auftritt.  

Prominente Fürsprecher

Die Arctic Monkeys outeten sich als Fans der ersten Stunde, als Drummer Matt Helders 2013 ein T-Shirt von Royal Blood auf der Bühne des Glastonbury Festivals trug – und das noch bevor die erste Single des Rock-Duos überhaupt veröffentlicht worden war. Außerdem durften Royal Blood die Alternative-Band als Vorband bei ihren Konzerten im Finsbury Park unterstützen. Seither entstand um das Duo ein Hype, der mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Royal Blood“ seine Berechtigung erhält. Die BBC nominierte die Beiden sogar als einzige Rockformation für die 2014-Newcomer Bestenliste.

Ehrlicher und kraftvoller Garage-Rock

Nicht nur die Formation weist Parallelen zu The White Stripes auf, vor allem im Opener „Out Of The Black“ erinnern die Vocals von Mike Kerr sehr an Jack White. Soundmäßig ähneln Royal Blood Künstlern wie Queens of the Stone Age oder The Black Keys. Anders als diese Bands brauchen die Jungs aus Brighton für diesen Sound aber nur ein Schlagzeug und eine Bassgitarre. Eine Tatsache, die man sich während des Hörens immer wieder ins Gedächtnis rufen muss, da sie sonst sehr leicht vergessen werden könnte. Gitarrist Mike Kerr erklärt, der Sound sei das Ergebnis von „drei Verstärkern und einem geheimen Code an Pedals“. Daher klingt ihre Musik auch keinesfalls abgekupfert oder kopiert, sondern erfrischend anders. Es ist erstaunlich, welche energiegeladene Power durch dieses Rock-Duo erzeugt wird. Verzerrte Gitarrenriffs und der aggressive Gesang von Mike Kerr vermischen sich zu einem düsteren und rauen Sound. Die Melodien und Kompositionen der einzelnen Songs ergeben ein einheitliches und stimmiges Album, ohne einen einzigen Durchhänger zuzulassen.

Kerr und Thatcher liefern ein starkes Debüt, das darauf hoffen lässt, dass der Hype um die beiden noch eine Weile anhalten und uns noch viele weitere großartige Songs bescheren wird. 

 

 

Moderator Florian Farken im Gespräch mit Javan Wenz über die CD der Woche: Royal Blood - Royal Blood
 
 

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Claire Schulte-Wieschen
01.09.2014 - 16:17
  Kultur

Royal Blood: Royal Blood

Tracklist:
  1. Out Of The Black
  2. Come On Over*
  3. Figure It Out*
  4. You Can Be So Cruel
  5. Blood Hands*
  6. Little Monster
  7. Loose Change
  8. Careless
  9. Ten Tonne Skeleton
  10. Better Strangers

*Anspieltipps

Erscheinungsdatum: 25.08.2014
Warner Music