Obdachlosigkeit

Zahl der wohnungslosen Menschen steigt

Seit drei Jahren sind die Zahlen der Wohnungslosen auf etwa 335.000 Menschen gestiegen, schätzt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Genaue Angaben gibt es allerdings nicht, die Dunkelziffer ist sehr hoch.
Mann auf Parkbank
Öffentliche Plätze sind oft die bequemste Aufenthaltsmöglichkeit für Wohnungslose.

Die meisten Menschen ohne Bleibe sind im Stadtbild unsichtbar. Bis 2018 geht die BAWH sogar von einem Anstieg bis zu einer halben Millionen Wohnunsloser Menschen in Deutschland aus.

Die Gründe warum Menschen ihre Wohnung verlieren, können ganz verschieden sein. Zum einen wird Wohnraum immer rarer, gerade in den Ballungsgebieten und die Mieten immer teurer. Bei den meisten allerdings, die auf der Straße landen und auch lange keine neue Bleibe finden, ging oftmals ein langsame Entwicklung voraus. Ob der Verlust des Berufs oder sogar eines nahe stehenden Menschen, aber auch Drogensucht und psychische Probleme können Ursachen sein.

Um Menschen, die länger wohnungslos waren, in ein geregeltes Leben zurück zu führen und sie wieder in einen normalen Alltag zu integrieren, gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Maßnahmen. Sowohl in den vielen Tagestreffs, wo Wohnungslose Menschen etwas zu Essen und zu trinken bekommen, also auch in den Notunterkünften stehen jederzeit Sozialarbeiter zur Verfügung. Die Voraussetzung ist allerdings, dass die Menschen von sich aus die Hilfe ersuchen und annehmen.

Redakteurin Nina Ulke hat mit einem Wohnungslosen gesprochen, der von seinem Alltag berichtet, sowie mit dem Leiter der sozialen Wohnungshilfe Leipzig und einer Sozialarbeiterin:

Wie das Leben eines Obdachlosen aussieht, berichten ein selbst Betroffener sowie eine Sozialarbeiterin
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Winterprogramm der Stadt Leipzig

Auch wenn ein ganzjähriges Problem, gerät das Thema Obdachlosigkeit vor allem im Winter jedes Jahr in den Fokus. In der kalten Jahreszeit ist es nämlich für viele wohnungslose Menschen sehr gefährlich draußen zu übernachten, da ihnen auf der Straße der Kältetod droht.

Deshalb stockt die Stadt Leipzig, wie die meisten anderen Städte auch, ihre Notunterkünfte von November bis März mit zusätzlichen Schlafmöglichkeiten auf.

Im folgenden Beitrag informiert Nina Ulke über das Winterprogramm der Stadt Leipzig:

Nina Ulke berichtet über das Winterprogramm der Stadt Leipzig für Obdachlose
0211 winterprogramm obdachlosigkeit
 

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