Musik-Highlights: KW 50

Wintermelancholie

Passend zu der Kälte haben wir Musik für euch, die die Herzen für ruhigere Tage aufblühen lässt. Von Multitalenten bis hin zu Deutschrappern, die Klartext reden und mentale Gesundheit thematisieren, ist für euch alles dabei.
Musikhighlights der Woche: KW 50

Unser "Frisch Gepresst" kommt in dieser Woche von Rico Nasty. Die Rezension zu ihrem Album "Nightmare Vacation" findet ihr hier.

 

Duzoe – "Deleted Scenes"

EP-VÖ: 11.12.

Bei Duzoe kann man immer mit Musik rechnen, die sich zwischen humorvoller Battleattitüde und depressiver, schmerzvoller Stimmung bewegt. Dabei bedingt sich oft beides gegenseitig. Er spottet über sich selbst, macht dabei aber den Eindruck als verarbeite er echte Selbstzweifel und Unsicherheiten. Während er schon an seinem Solo-Debüt Album arbeitet, wurde heute die EP „Deleted Scenes“ veröffentlicht. Wie der Titel vermuten lässt, sind die Songs darauf die „gelöschten Szenen“ des Albums. Laut Duzoe wird hier eine eigene Neben-Story von ihm erzählt, die nicht zum Rest seines Debüts gepasst hätte.

Die ganze EP ist sehr düster gehalten. Alles wird von den 808-lastigen Beats und der durchgehenden aggressiven Stimmung getragen. Die Songs wechseln zwischen Tragik und Representern. Textlich ist das alles, wie man es von Duzoe kennt, mit Routine und Witz verpackt. Außerdem ist er einer der ehrlichsten Künstler und zeigt den Hörer*Innen auch die Person hinter dem Musiker. Dabei verschont er sich genauso wenig wie alle anderen. In Duzoes Musik lernt man gleichzeitig Thiemo kennen und was Duzoe so von Thiemo hält.

Bruno Richter

박혜진 Hye Jin Park – "Clouds"

Single-VÖ: 09.12.

Die multitalentiere Produzentin, Rapperin, Sängerin und DJane 박혜진 Hye Jin Park hat nach ihrer letzten EP im Sommer ihre nächste Single gedroppt. Passend zum Jahresende bringt sie mit „Cloud“ einen ruhigeren Track raus, indem sie House und Techno gekonnt kombiniert. Das Besondere an ihren Songs sind aber die Lyrics, denn Hye Jin Park variiert zwischen Englisch und Koreanisch. Ihr neuer Song ist nur auf Koreanisch und hat dadurch einen ganz anderen Vibe.

Die lo-fi Einflüsse bringen die Ruhe in den Track und der koreanische Rap ist durch Hye Jin’s weiche Aussprache entspannt und friedlich. Die Künstlerin hat es in kürzester Zeit geschafft sich weltweit eine Fanbase aufzubauen. Die Welt ist ihr Zuhause und die verschiedenen Einflüsse und Erfahrungen, die sie sammeln konnte, spiegelt sie in ihrer Musik wider. 2020 war, zumindest musikalisch gesehen, 박혜진 Hye Jin Park's Jahr. Da bisher nur Singles und EPs erschienen sind, kann man spekulieren, dass in näherer Zukunft ein Album erscheinen könnte. Vielleicht hält 2021 weitere Überraschungen offen.

Lia Fuchs

Blanks - "Stranger"

Single-VÖ: 04.12.

Der Künstler Blanks ist vor allem durch seine Cover von Musiker*innen wie Billie Eilish oder Harry Styles auf YouTube bekannt geworden. Auf Drängen der Community hin, hat er 2017 angefangen seine eigenen Lieder zu veröffentlichen. Dabei bezieht er regelmäßig genau diejenigen mit ein, die ihm diese Plattform geben: seine Fans. Auch sein neuester Release basiert auf den Wünschen der Fangemeinde, die er mit Polls auf Instagram erfragt. Im Gegensatz zu seinem neuen Song „stranger“ stehen seine übrigen Releases, die einen meist mit schnellen Rhythmen mitreißen. In „stranger“ beschreibt er das Gefühl, sich selbst nicht wiederzuerkennen und spricht dabei vielen aus der Seele, die gerade mit sich selbst hadern.

“I see in the reflection
Somebody down on their knees
Stare in those eyes
See the lie in disguise
I'm like a stranger to me
I'm like a stranger to me”

Blanks in "Stranger"

Dabei wechselt er gekonnt zwischen ruhigen, melancholischen Melodien und euphorisch klingenden Tönen und verdeutlicht damit das innere Chaos, das in einem herrschen kann.

Durch diesen Song zeigt Blanks seine Vielseitigkeit und erntet damit viel Lob von seinen Kritiker*innen und Follower*innen.

Lysann Uhlig

 

 

 

 

Kommentieren

Verschiedene
11.12.2020 - 18:33
  Kultur

Direkt bei Spotify reinhören:

Duzoe – "Deleted Scenes"

박혜진 Hye Jin Park – "Clouds"

 

Blanks - "Stranger"