Landtagswahl 2014

Wer, wie, was?

Bald ist es wieder so weit: Am 31. August dürfen die Leipziger zum dritten Mal in diesem Jahr wählen. Wie viele Stimmen haben die rund 3,5 Millionen sächsischen Wahlberechtigten? Wen und wie können sie wählen? Alle Antworten gibt es hier.
Landtagswahlschein
Bald wird wieder gewählt!

Die Landtagswahl steht vor der Tür. Nachdem am 25. Mai bereits ein neues Europaparlament sowie der neue Stadtrat und neue Ortschaftsräte gewählt wurden, haben die Wahlberechtigten in Sachsen nun die Chance, auf Landesebene mitzubestimmen.

Wer...

wird gewählt?

Ebenen Politik Dtld

Deutschland ist ein föderalistischer Staat. Das bedeutet auch, dass Entscheidungen auf mehreren Ebenen gefällt werden. So ist der Bundestag zum Beispiel für die Außenpolitik, für Angelegenheiten der Staatszugehörigkeit und das Urheberrecht zuständig, während sich die Stadträte unter anderem um den Bau von Schulen und die Restaurierung von örtlichen Straßen kümmern. Auch die jeweiligen Landtage haben bestimmte Aufgabenfelder. Dazu zählen vor allem Bildung, Jugend- und Sportförderung, Angelegenheiten der Polizei und der Feuerwehr sowie Kunst und Kultur.

Der Sächsische Landtag besteht in der Regel aus 120 Abgeordneten – im Plenum des jetzigen Landtags sind insgesamt 132 Abgeordnete vertreten. Zu ihren Aufgaben gehört neben der eigentlichen Parlamentsarbeit, also der gesetzgeberischen Tätigkeit, auch die Wahlkreisbetreuung vor Ort.

Wie...

wird gewählt?

In Sachsen wird alle fünf Jahre gewählt, welche Abgeordneten die Bürger in Dresden vertreten. Bei der Landtagswahl am 31. August darf jeder Wähler zwei Stimmen abgeben. In jedem der 60 Wahlkreise bewirbt sich maximal ein Kandidat jeder Partei. Der Kandidat mit den meisten Direktstimmen im Wahlkreis erlangt ein sogenanntes Direktmandat im Landtag und vertritt dort den Wahlkreis. Die Hälfte aller Landtagsabgeordneten wird also direkt gewählt.

Die restlichen 60 Mandate werden an Parteien vergeben, die von mindestens 5 Prozent der Wähler mittels Listenstimme, ihrer sogenannten "Zweitstimme", gewählt wurden. Mit dieser wird die prozentuale Zusammensetzung der Fraktionen im Parlament bestimmt. Auf die so errechnete Zahl der Mandate einer Partei werden die Direktmandate angerechnet. Alle verbleibenden Mandate werden dann nach der Reihenfolge der Kandidaten auf der Landesliste der Partei vergeben. Die insgesamt zu vergebenden Sitze werden auf die einzelnen Landeslisten aufgrund der errungenen Listenstimmen im sogenannten Höchstzahlenverfahren nach d`Hondt verteilt. Deswegen gilt die Zweitstimme also als besonders ausschlaggebend.

Wahlberechtigt sind alle Bürger, die mindestens seit drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Sachsen und das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Was...

für Parteien stehen zur Wahl?

Sitzverteilung im Sächsischen Landtag.

Derzeit besitzt die CDU mit 58 Abgeordneten fast die Hälfte aller Mandate. Mit großem Abstand folgen die Linke (29), FDP und SPD (jeweils 14) sowie die Grünen (9) und die NPD (8). In diesem Jahr könnte vor allem die AfD für eine Neuaufteilung sorgen – sie hat bei Bundestagswahl und Europawahl ihr stärkstes Ergebnis in Sachsen erringen können.

Neben den zurzeit im Landtag vertretenden Parteien stehen auch die Tierschutzpartei, die PIRATEN, die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo), die Deutsche Soziale Union (DSU), pro Deutschland, FREIE WÄHLER und Die Partei zur Wahl.

 

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Elisa Marie Rinne
11.08.2014 - 10:50