Unfallstatistik der LVB

Weniger Unfälle der Öffentlichen

Bisher kannte die Öffentlichkeit keine genauen Zahlen von Unfällen, in die öffentliche Verkehrsmittel der LVB verwickelt waren. Die FDP hat jetzt einmal genauer nachgefragt. Das Ergebnis: Die Zahl der Unfälle hat seit 2010 abgenommen.
Immer weniger Unfälle passieren im öffentlichen Nahverkehr.

Die FDP-Fraktion wollte es einmal genauer wissen und stellte Anfang Juni einen Antrag an die Stadt Leipzig zu den "meldepflichtigen Vorkommnissen im Straßenbahnverkehr der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB)". Meldepflichtige Vorkommnisse? Darunter fallen alle Unfälle mit Personenschäden, Schäden an Fahrzeugen und Bahnanlagen und solche, die für öffentliches Aufsehen, etwa durch Straßensperrungen, sorgten.

Weniger Unfälle, mehr Personenschäden?

Rede und Antwort stand Dorothee Dubrau, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau. Aufgrund einer Zuarbeit der LVB konnten Ereignisse aus den Jahren 2011 bis 2013 ausgewertet werden und lieferten positive Ergebnisse: 

Die Gesamtzahl der Unfälle – egal ob diese eigen- oder fremdverschuldet waren – geht seit 2010 zurück. Wurden in diesem Jahr insgesamt 427 Unfälle registriert, belief die Zahl sich 2013 nur noch auf 366. Die Missachtung der Vorfahrt oder das Nichtbeachten der Straßenbahn beim Abbiegen und Wenden waren beispielsweise Gründe für fremd verursachte Unfälle – die Zahl dieser stagniert jedoch seit 2011. Ereignisse, an denen die Fahrer der LVB-Fahrzeuge die Schuld tragen, nehmen stetig ab. Waren es 2010 noch 70, ging die Zahl drei Jahre später auf 44 zurück.

Während die Zahl der Unfälle zurückgeht, scheint die der Personenschäden gestiegen zu sein. Vergleicht man nur die Jahre 2011 und 2013 sind zwar weniger Personen schwer verletzt worden, zwei Menschen erlagen jedoch ihren Verletzungen. Im Verlauf der drei Jahre zeigt sich allerdings, dass diese Zahlen schwanken, sodass keine pauschale Aussage darüber getroffen werden kann.

"Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel"

Nicht nur wollte die FDP-Fraktion wissen, wie viele meldepflichtige Ereignisse es gab, sondern auch, wie die Stadt diese Ergebnisse beurteilt. Darauf antwortet Dorothee Dubrau: "Aus Sicht der LVB und der Verwaltung ist selbstverständlich jeder Unfall ein Unfall zu viel – erst recht, wenn er mit Personenschäden einhergeht. Es ist alles Erdenkliche zu unternehmen, um Unfällen vorzubeugen." Die eigenverschuldeten Ereignisse seien zwar zurückgegangen, aber weiterhin müsse an einer Stabilisierung dieser Zahlen gearbeitet werden.

Die Stadtverwaltung selbst wertet solche meldepflichtigen Unfälle nur unregelmäßig aus. Mit der Auswertung beschäftigen sich meist die Polizei – sollte auch der Bestand eines Straßenverkehrsunfalls erfüllt sein – oder in seltenen Fällen Unfallkommissionen. Diese schalten sich ein, wenn es an bestimmten Stellen gehäuft zu Unfällen kommt, um Maßnahmen zur Beseitigung dieser Unfallstellen festzulegen.

Mehr zu der Statistik und was René Hobusch von der FDP und Ronald Jurs, Geschäftsführer für Technik und Betrieb bei der LVB, dazu sagen, können Sie im Audio-Beitrag nachhören.

Moderatorin Lily Meyer im Gespräch mit Redakteur Magnus Folten
Unfallstatistik der LVb
 

Kommentieren

Melanie Hahn
23.06.2014 - 19:34