Fahrradnutzung

Weniger Leipziger treten in die Pedale

Langsam kommt der Winter: Die Temperaturen fallen immer öfter unter null, die Straßen werden glatter und die Bahnen dementsprechend voller. Nur wenige Leipziger steigen weiterhin tapfer aufs Rad.
Jedes Jahr werden in Leipzig über 6.000 Fahrräder gestohlen

Auch wenn  – oder gerade weil – es in Leipzig in den letzten Tagen immer kälter geworden ist, hat die Stadt Leipzig gestern eine Studie zur Fahrradnutzung in Leipzig veröffentlicht. Heraus kam: Das Fahrrad ist für Leipziger in der Freizeit immer noch das Verkehrsmittel Nummer 1. Jeder Dritte fährt als Freizeitbeschäftigung und zur Erholung Rad. Auf dem Weg zur Arbeit treten aber nur noch 18 Prozent in die Pedale, fünf Prozent weniger als noch im Vorjahr. Generell ist die Fahrradnutzung im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen.

Doch weil Leipzigs Einwohnerzahl immer mehr wächst, müsste die Stadt mitziehen und mehr Verkehrswege für Fahrradfahrer schaffen. Denn vor allem in der Innenstadt gibt es noch einige Problemzonen: Nur etwa 15 Prozent der Leipziger fahren hier Rad. Das bestätigt auch Alexander John, Pressesprecher des Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC):

Die größten Probleme hängen tatsächlich mit dem Zentrum der Stadt zusammen. Wir haben Schwierigkeiten bei der Klärung des Promenadenrings, wir haben größere Schwierigkeiten bei der Umfahrung der Innenstadt. Da muss dringend noch was passieren, damit der Radverkehr in Leipzig noch stärker zunehmen kann.

Alexander John, Pressesprecher ADFC

Die Stadt hatte für die Studie an die 16.000 Bürger und Bürgerinnen angeschrieben und ihre Fahrradnutzung erfragt – etwa 5.000 haben geantwortet.

Ergebnisse:

 

Reporter Ole Zender im Studiogespräch mit Moderatorin Anne-Marie Kriegel über die Fahrradstudie.
Fahrrad
 

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Elisa Marie Rinne
05.12.2014 - 12:07