Arbeitsmarkt

Weniger Arbeit trotz robuster Wirtschaft

Erstmals seit 2010 ging die Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen zurück. Das Paradoxon: Eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern zeichnet ein überwiegend positives Stimmungsbild der hiesigen Wirtschaft. Die hohen Umsätze trotzen den Risiken.
Die aktuellen Berichte des statistischen Landesamtes und der IHK zeigen Widersprüche auf.
Die aktuellen Berichte des statistischen Landesamtes und der IHK zeigen Widersprüche auf.

Erstmals seit dem zweiten Quartal 2010 ist die Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen gesunken. Laut statistischem Landesamt gehen im Vergleich zum Vorjahr 6.000 Menschen weniger einer Arbeit nach. Vor allem im Baugewerbe, der Landwirtschaft und der Fischerei fehlen Arbeitsplätze. 

mephisto97.6-Redakteurin Helena Schmidt mit den Details: 

Helena Schmidt und Magnus Folten zu den Beschäftigtenzahlen.
 

Abgesehen vom Rückgang der Arbeitnehmer insgesamt, nahm die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten zu. Gleichzeitig verzeichnete das Statistikamt einen Rückgang bei den Selbstständigen. Ein Grund dafür ist die Einführung des Mindestlohns, der eine Festanstellung attraktiv für Freiberufler macht.

Robuste Wirtschaft in Sachsen

Entgegen der Entwicklung am Arbeitsmarkt ist die Stimmung in der sächsichen Wirtschaft gut. In einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammern bewertet die Hälfte der Unternehmer ihre wirtschaftliche Lage als "gut", 41 Prozent als "befriedigend".

Im Interview mit Moderator Magnus Folten geht Gerd Ziehner, Abteilungsleiter für Wirtschafts- und Standortpolitik der IHK Leipzig, ins Detail. Die gute Sstimmung in der Wirtschaft dürfe nicht von Risiken ablenken: 

Magnus Folten im Gespräch mit Gerd Ziehner.
 
 

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Paul Hildebrand
22.10.2015 - 19:36