Ehrenamt

Warum sollte man Gutes tun?

Wer Gutes tun will, der macht das am besten freiwillig und für das Gemeinwohl. Er engagiert sich also ehrenamtlich. Aber wie und vor allem warum sollte man anderen Menschen helfen?
Ehrenamt bedeutet vor allem gemeinsam mit anderen mehr zu erreichen

Für viele Menschen bedeutet Gutes tun zweimal im Jahr zum Blutspenden gehen oder ab und zu Kleider zu spenden. Für Andere bedeutet es, sich regelmäßig in sozialen Einrichtungen zu engagieren. Ehrenamtliche Helfer sind dabei für viele Organisationen unerlässlich. Vor allem in den Wintermonaten brauchen viele Menschen Hilfe. Warum also nicht selbst ehrenamtlich tätig werden?

Was bedeutet eigentlich Ehrenamt?

Eine einheitlich gesetzliche Definition für Ehrenamt gibt es nicht. Trotzdem haben die meisten eine Vorstellung davon, was es heißt, ehrenamtlich tätig zu werden. Laut dem Verein für soziales Leben e.V ist ein Ehrenamt eine Tätigkeit, die freiwillig, gemeinwohlorientiert und unentgeltlich erfolgt. Das bedeutet also, dass man sich für andere Menschen engagiert ohne dafür bezahlt zu werden. Obwohl man für die meisten ehrenamtlichen Tätigkeiten kein Geld bekommt, sind diese aber noch lange nicht umsonst. Neben einem guten Gefühl und der Möglichkeit spannende Erfahrungen zu sammeln, bietet ein Ehrenamt auch Kontakt zu Menschen aus verschiedenen Kulturen. Zudem kann man sich in verschiedenen Bereichen engagieren. Ob im Sportsverein, der Flüchtlingshilfe oder einem Tierheim – es gibt zahlreiche Organisationen, die freiwillige Helfer brauchen.

Aber wie viele Menschen engagieren sich eigentlich ehrenamtlich?

In Leipzig hat sich 2014 jeder fünfte in seiner Freizeit ehrenamtlich engagiert. Das ist das Ergebnis des Sozialreports aus dem Vorjahr. Somit haben sich über 20 Prozent aller Leipziger ehrenamtlich engagiert. Dabei galt: "Je jünger, desto engagierter". Durchschnittlich investierten die Ehrenamtlichen dabei drei Stunden pro Woche in ihre freiwillige Arbeit. Zeit, die die meisten von uns wahrscheinlich aufbringen könnten. Besonderes Interesse bei den ehrenamtlichen Tätigkeiten galt dabei den Bereichen Sport, Freizeit, Bildung und Soziales.

Warum sollte ich mich engagieren?

Es gibt viele Gründe ein Ehrenamt zu übernehmen. Menschen zu helfen ist einer davon. Man sollte aber auch ein persönliches Interesse daran haben, um die Arbeit engagiert zu erledigen. Eine ehrenamtliche Tätigkeit hat dabei auch viele Vorteile für den Freiwilligen: Vor allem kann man viele neue Erfahrungen sammeln und sich so persönlich weiterentwickeln. Zudem kann man je nach Tätigkeit verschiedene Fertigkeiten erlernen. Ein weiterer Vorteil ist die Anerkennung, die man von Freunden, Familie und Kollegen erfährt. Dazu kommt noch das erbauende Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. 

Und wie kann ich in Leipzig helfen?

Wer in Leipzig eine ehrenamtliche Tätigkeit sucht, für den gibt es verschiedene Anlaufstellen. Neben der Leipziger Tafel, den Johannitern, verschiedenen Tier- und Obdachlosenheimen, suchen zum Beispiel aber auch Sportvereine oft Hilfe. Wer gar nicht weiß für welchen guten Zweck er sich engagieren möchte kann auf der Datenbank der „Freiwilligen-Agentur Leipzig“ vorbei schauen und sich informieren. Dort stehen ca. 250 gemeinnützige Leipziger Vereine und Organisationen zur Verfügung, bei denen man ehrenamtlich tätig werden kann. Aber auch die kleineren Projekte, wie die Leselust oder die Denkmalstiftung bieten in Leipzig die Möglichkeit sich freiwillig zu engagieren.

Auch in der Flüchtlingshilfe oder im Hospiz kann man ehrenamtlich tätig werden. Anika Luthardt stellt in ihrem Beitrag eine ganz persönliche Sicht auf das Thema Ehrenamt vor. Dafür hat sie zwei Frauen getroffen, die sich in ihrer Freizeit engagieren:  

Anika Luthardt über Ehrenämter.
 
 

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Maria Reis
14.12.2016 - 21:23