Datenschutz im Internet

Vorsicht Betrug! Sicher surfen im Netz

Der Kommunale Präventionsrat Leipzig lud anlässlich des Safer Internet Days zu Vorträgen der Sicherheit im Internet ein. Experten der Polizei und der Verbraucherzentrale Sachsen e. V. gaben Tipps, wie man Daten schützt und Internetbetrug entgeht.
Vortrag der Verbraucherzentrale Leipzig bezüglich des Safer Internet-Day
Die Verbraucherzentrale Leipzig informiert über den Safer Internet-Day

Egal ob man sich einfach nur informieren möchte, online shoppt oder es sich gerne leicht macht beim Überweisen der neusten Rechnung, das Internet bietet jede Menge Möglichkeiten. Jedoch macht man sich beim alltäglichen Surfen im Internet meist keine Gedanken, welche Probleme dies mit sich ziehen kann. Die sächsische Polizei registrierte im Jahr 2014 ca. 2400 Fälle von Computerkriminalität in Sachsen. Alleine 465 davon in Leipzig. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 11 Prozent. Jedes Jahr am 9. Februar informiert die EU-Initiative „Safer Internet Day“ Bürger darüber, wie sich Nutzer im Internet und auf Social-Media-Plattformen sicher bewegen können. In Deutschland wird dies beispielsweise mit der EU-Initiative „klicksafe“ umgesetzt.

Was die Leipziger Polizei sowie die Verbraucherzentrale zu mehr Sicherheit im Netz sagen, berichtet mephisto 97.6-Reporterin Theresa Haßmann:  

Theresa Haßmann hat sich über Sicherheitsmaßnahmen im Netz informiert
Safer Internet Day Tipps für sicheres Surfen

Surfen im Netz kann problematisch sein

Das Problem am Surfen im Internet ist, dass es keinen absoluten Sicherheitsschutz gibt. Das heißt: Man darf sich im Allgemeinen nie sicher fühlen. Es gibt keine Oberaufsicht, die Missbräuche wie Cyber-Mobbing aufhalten kann. Außerdem gibt es keine Zugangskontrollen im Netz, da kommerzielle Seiten so weniger Werbung verkaufen würden. Des Weiteren gibt es die sogenannte IP-Adresse. Diese ermöglicht jedem erfahrenen Betrüger den Computer, an dem man sitzt, ausfindig zu machen. Die IP-Adresse ist somit vergleichbar mit einem Fingerabdruck des Computers.

Methoden des Internetbetrugs

Arten von Dreiecksbetrug, wie zum Beispiel bei PayPal sind nicht unüblich. Um sich vor diesem Internetbetrug zu schützen, ist es ganz wichtig, dass man das Produkt, welches verkauft werden soll, nicht an die falsche Adresse schickt. Wenn man sein Produkt nämlich an eine Adresse versendet, die nicht bei PayPal verzeichnet ist, kann PayPal dafür nicht mehr haften und man kann davon ausgehen, dass man das Geld nicht wieder bekommt. Aber das ist nur ein Beispiel der zahlreichen Methoden, wie man im Internet betrogen werden kann. Sogenannte Fake-Shops sind eine weitere Möglichkeit, an Geld zu kommen, welches einem nicht gehört. Diese Fake-Shops bieten Produkte im Internet an, die sie nicht einmal besitzen. Fake-Shops, so Oliver Berger, haben vielen Menschen in der Vorweihnachtszeit einiges an Geld gekostet. Außerdem ist Phishing eine weitere Art, Internetbetrug zu betreiben. Dabei werden vor allem im sogenannten Darknet, Daten von Internetnutzern abgegriffen. Eine weitere gängige Maßnahme des Betrugs ist das Erwerben eines ungewollten Jahresabos über Webshops. Dabei steht oft in klein gedruckten Buchstaben auf der Website, dass man bei Anmeldung ein Jahresabo erwirbt.

Selbstschutz, bevor es zum Betrug kommt

Sich zu vergewissern, dass man auf einer seriösen Website surft und seine Bankverbindung ruhigen Gewissens herausgeben kann, ist hierbei wohl das A und O. Wie das geht? Ganz einfach. Als aller erstes sind unseriöse Websites oft durch Rechtschreibfehler gekennzeichnet. Das ist das erste Indiz, dass etwas nicht stimmen kann. Außerdem muss jede seriöse Website ein Impressum haben. Indem man einfach kurz die Adresse des Impressums googelt, lässt sich schnell herausfinden, ob es sich um eine sichere Internetseite handelt. Außerdem ist es gut zu wissen, dass sichere Internetverbindungen in der URL durch das "https://" gekennzeichnet sind. In jedem Fall sollte man E-Mails, welche von einem Adressaten sind, den man nicht kennt und von dem man keine E-Mail erwartet, ignorieren. Das sind zwar nur ein paar der zahlreichen Möglichkeiten, wie man Internetbetrug entgegenwirken kann, aber sie haben einen großen Effekt.

Neben zahlreichen Tipps für die eigene Sicherheit findet ihr hier eine Anleitung, mit der ihr die ersten Schritte in die verborgenen Weiten des Internets wagen könnt: https://www.sonntagmorgen.com/was-ist-das-darknet/

 

 

 

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Mehr Informationen besonders für Anfängerinnen und Anfänger findet ihr auch hier.