Von Geistern und Gespenstern
Foto: Merten Wage

Halloween, ein Phänomen, das seit den 90er Jahren aus den USA auch in unseren Breitengraden heimisch geworden ist. Wo genau das Fest seinen Ursprung hat – ob im keltischen Samhainfest oder im katholischen Irland des 19. Jahrhunderts – daran scheiden sich wortwörtlich die Geister. Sicher ist, dass vielen Menschen die Bräuche rund um Halloween großen Spaß machen. Partys mit gruselig und aufwendig verkleideten Gästen, Kürbisschnitzen mit Freunden oder das von Haus zu Haus ziehen und „Süßes oder Saures“ verlangen. Jedes Jahr am 31. Oktober wird das Leben vieler Menschen einen Hauch gespenstischer.
Happy Halloween?
821, 24 Kilogramm – so schwer war angeblich der bisher größte und schwerste Kürbis der Welt. Doch Kürbisse, egal welcher Größe und Form, sind nicht jedermanns Sache. Dies gilt auch für Halloween. Es ist sicherlich eine Geschmackssache.
Bei uns in der Redaktion herrschte ebenfalls Uneinigkeit über Sinn und Unsinn des Festes:

Foto: Gruseltour Leipzig
Gruseliges zwischen Nikolaikirche und Leipziger Markt
Ein Spaziergang durch Leipzig führt durch schöne Gässchen, kleine Passagen und auf den belebten Marktplatz. Doch die Stadt hat auch düstere Seiten. Geisterséancen, mörderische Totengräber und Vampire – über die Jahrhunderte hat sich so einiges zugetragen. Mehr über die schaurigen Legenden rund um die Stadt und ihre Bewohner erfährt man auf der Gruseltour. Danach sieht man Leipzig vielleicht mit anderen Augen.
Das Team um die Gründerin Clarissa Herzog feierte dieses Jahr an Halloween das dreijährige Jubiläum der Gruseltour. Pünktlich zu diesem Anlass hat sich unsere Redakteurin Lara Lorenz auf eine unheimlich spannende Tour durch die Gassen der Stadt begeben:

Foto: Verena Ritter
„Sumpfger Schlange Schwanz und Kopf
Brat und koch im Zaubertopf“
So heißt es in der ersten Szene des vierten Aktes von Shakespeares Tragödie „Macbeth“. Die drei Hexen brauen mit diesen Worten einen Zaubertrank zusammen. Doch nicht nur in „Macbeth“ spielt das Übernatürliche eine große Rolle. Der Kobold Puk in „Ein Sommernachtstraum“ oder Hamlets Vater, der als Geist zurückkehrt sind nur zwei weitere Beispiele für die wichtige Rolle, welche mystische Gestalten so häufig in den Stücken des nahezu unsterblichen Dichters aus Stratford-upon-Avon einnehmen. Auch im ersten Teil der Harry Potter Verfilmungen sind Textstücke aus „Macbeth“ eingearbeitet . In dem Song „Double Trouble“, singen die Schüler der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei den Zauberspruch der drei Hexen.
Mehr über die Faszination, die Shakespeare für mystische Elemente gehabt haben muss und was er zu modernen Horrorfilmen und -büchern sagen würde, hat Hanna Kormann herausgefunden.
Literarische Schauerwesen
Nicht nur Shakespeare hatte eine Vorliebe für übernatürliche und gruselige Geschöpfe, auch andere Schriftsteller haben Geistern und Gespenstern, Hexen und Vampiren ganze Werke gewidmet. Vielleicht können Sie ja erraten, welche Wesen in den folgenden DnBs ("Der nächste Bitte") selber zu Wort kommen.
Ein Gespenst aus dem 19. Jahrundert, dessen Spuk nicht die erhofften Reaktionen hervorruft:
Ein missverstandenes Monster aus der englischen Schauerliteratur:
Ein 73 Jahre alter Geist, der immer noch mit typischen Teenager-Problemen zu kämpfen hat:
Falls Sie nicht sofort erkannt haben, wer hier zu Worte gekommen ist, die Auflösungen finden Sie am Ende des Artikels.
Was geschieht bei Angst in unserem Körper?
Ob es nun eine Chionophobie (Angst vor Schnee), eine Trypophobie (Angst vor Löchern), oder eine Anatidaephobie (Angst von Enten beobachtetet zu werden) ist – jeder von uns erschrickt oder hat Angst vor irgendetwas. Die genannten Beispiele mögen nicht die häufigsten sein, dennoch erfüllt das Gefühl der Angst generell einen Zweck.
Was genau bei Angst in unserem Körper geschieht und warum sich der moderne Mensch eigentlich vor wenig fürchten müsste, weiß Redakteur Merten Wage:
Auflösungen „Der nächste Bitte“ – Literarische Schauerwesen
Bei dem ersten Geschöpf handelt es sich um Oscar Wildes „Gespenst von Canterville“, das unter dem pragmatischen Umgang der neuen Besitzer seines Anwesens mit seinen Poltergeist-Aktivitäten litt.
Als nächstes kam Frankensteins Monster zu Wort, erschaffen von Mary Shelly, einer der berühmtesten Autorinnen des literarischen Genres des „Schauerromans“.
Und zu guter Letzt ein Geist aus dem 20. Jahrhundert, dessen nervige, pubertäre Art auch den anderen Charakteren der Geschichte den letzten Nerv raubt: Die Maulende Myrthe aus der Welt von Harry Potter.
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