Literatur auf der Buchmesse

Von Dosenravioli, Spezi, Krieg und Liebe

Im Februar diesen Jahres konnten sich Fans des Bernemannesken wieder freuen: "Wie schön alles begann und wie traurig alles endet" heißt der neue Roman des Berliner Autors Dirk Bernemann. Am 14. März stellte er ihn auf der Leipziger Buchmesse vor.
Autor Dirk Bernemann auf der Buchmesse in Leipzig.

Ich glaube, ich habe es geschafft, endlich mal ein Buch zu schreiben, das sich einer Konkretheit sträubt und trotzdem die Zugänglichkeit eines DJ Bobo Konzertes hat. 

– so beschreibt Dirk Bernemann in seinem Blog „DER UNaufFÄLLIG FALLENDE“ seinen Roman.
Das sorgt beim Leser erst einmal für Verwirrung und wirft Fragen auf. Und auch der Inhalt von "Wie schön alles begann und wie traurig alles endet" ist nicht einfach in Worte zu fassen.
In kurzen Episoden erzählt der Protagonist dem Leser Geschichten aus seinem Leben, das durch mehrere kleine Liebschaften, aber auch eine große Liebe geprägt ist. Er gibt zwischendurch immer wieder auch Einblicke in seine Vergangenheit. Die verschiedenen Szenen, ob nun in der erzählten Gegenwart oder in der Vergangenheit, tauchen nur schlaglichtartig auf, um dann ganz leise wieder zu verschwinden.

Mein neues Buch will gar nicht so laut rumrumoren […] Es flüstert, es schreit, es quieckt, aber es nervt nicht rum. 

 – schreibt Bernemann dazu in seinem Blog.
Der Ich-Erzähler entführt den Leser oft tief in seine Gedankenwelt, indem er Sachverhalte sehr genau beschreibt, sich Zukünftiges vorstellt, Dinge vergleicht, Vermutungen anstellt und damit Rückschlüsse auf Personen oder Situationen zieht.

Besonders der Stil macht's!

Das am 14.02.2015 beim Unsichtbar-Verlag erschienene Werk Bernemanns ist wie auch seine anderen Romane dem Genre Anti-Pop zuzuordnen. Und auch hier findet man den außergewöhnlichen und einzigartigen Schreibstil des Autors und Lyrikers wieder.
So arbeitet der Wahl-Berliner gekonnt mit den verschiedensten Stilmitteln – intelligente Wortspiele und Wortneuschöpfungen prägen seine Texte. In Bewunderer-Kreisen wird diese ganz spezielle Art des Schreibens längst als "Bernemannesk" bezeichnet.

So liest sich auch "Wie schön alles begann und wie traurig alles endet" sehr gut und allein die Sprache entlockt einem so manches Mal ein Lächeln.

 

 

Von Dosenravioli, Spezi, Krieg und Liebe - Ein Interview von Clara Höllerl mit Autor Dirk Bernemann.
 

 

 

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