Finanzkrise

Vom Umgang mit der Krise

Wissen Sie wann Europawahl ist? Nein? Eben. Gestern Abend lud die Friedrich-Ebert-Stiftung zu einem Podiumsgespräch. Titel der Veranstaltung: „Europa steht vor der Wahl: Aufgaben in der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise."
Podiumsgespräch zur Thematik: "Europa steht vor der Wahl Aufgaben in der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise"

Der Umgang mit der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise wurde auch am Donnerstagabend beim Podiumsgespräch der Friedrich-Ebert-Stiftung thematisiert. Unter anderem waren Fragen wie „Welche Entwicklungen nehmen die sogenannte Krisenstaaten und wie können diese saniert werden? Wie steht es um die Stabilität des Euros? Welche Rolle spielt Deutschland in der Krise? Und welche Strategie verfolgt die EU?“ Gegenstand der Diskussion. Teilnehmer waren Constanze Krehl, Mitglied des Europäischen Parlaments, Markus Schlimbach, Stellvertretender Vorsitzender im DGB Bezirk Sachsen und  Prof. Dr. Ullrich Heilemann von der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig.

Welche Rolle spielt Deutschland und die EU?

Die angesetzten zwei Stunden, in denen diskutiert wurden, waren natürlich nicht ausreichend, um eine solch komplexe Thematik umfassend zu behandeln. Oft wurde über die Rolle Deutschlands in der Krise diskutiert. So sah beispielsweise Prof. Dr. Ullrich Heilemann Deutschland während der Krise gefordert, die Rolle des Hilfeleistenden einzunehmen. Zudem kritisierte er, dass die Politik sich lange Zeit uneinig war, ob sie eine harte Gläubigerposition bezieht oder dem Umstand Rechnung trägt, dass der Schuldenabbau in den Krisenländern ein langwieriger Prozess ist, der mit erheblichen Einschränkungen wie Arbeitslosigkeit verbunden ist.

Deutschland war nicht so stark von der Finanzkrise betroffen, wie es beispielsweise bei den Ländern im südeuropäischen Raum, zum Beispiel Griechenland oder Spanien der Fall war, so Heilemann. „Deutschland hat am ehesten und am nachhaltigsten bis jetzt die Krise überwunden und ist schon seit 2011 eigentlich über dem Niveau vor der Krise gewesen und das steigt uns ein bisschen zu Kopf. Wir glauben eben auch dem Rest der Welt ein bisschen sagen zu können, wie man’s richtig macht“. Heilemann sprach dabei von den Reformen und Sparmaßnahmen, die man insbesondere Griechenland aufgezwungen hat.

 

Über bei der Podiumsdiskussion vorgeschlagene Wege und Lösungen, mit der Finanzkrise umzugehen, spricht Anja Neugebauer mit Moderatorin Constanze Müller
 

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Anja Neugebauer
09.02.2014 - 09:27