Masterplan für Parkbogen Ost

Verschönerung des Leipziger Ostens

Im Norden der Stadt lässt es sich gut im Rosental entspannen, im Westen lädt der Kanal zum Verweilen ein, im Süden sind der Clara-Zetkin-Park und der Cospudener See nicht weit - und im Osten? Hier entsteht der Parkbogen Ost.
Das Grassimueum ist der Startpunkt und eine Station des Parkbogen Ost.
Das Grassimueum ist der Startpunkt und eine Station des Parkbogen Ost.

Das Konzept des Parkbogen Ost stellt ein rund fünf Kilometer langes grünes Band dar, das bestehende Parkanlagen und noch weitgehend unentdeckte Orte miteinander verbinden soll und somit den Leipziger Osten bogenförmig umschließen soll. Der Bogen umfasst Fuß- und Radwege und sogenannte Aktivflächen. Das Vorhaben nimmt zunehmend Gestalt an. Wie das Rathaus am Dienstag mitteilte, hat die Verwaltungsspitze auf Vorschlag von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau beschlossen, einen Masterplan zu erarbeiten. Dieser Masterplan soll Leitbild, Handlungsfelder, Einzelmaßnahmen, sowie Zeit- und Finanzierungspläne genauer festlegen. Außerdem wird durch das Konzept dieses Stadtgebiet abgegrenzt. Das Projekt ist seit 2013 im Integrierten Stadtentwicklungskonzept des Leipziger Ostens festgeschrieben, das der Stadtrat beschlossen hat. Es zählt zu den Kernaufgaben des Arbeitsprogramms vom Oberbürgermeister.

Vielversprechendes Konzept

Für den Parkbogen sind Teilprojekte wie Grünflächengestaltungen, kleingärtnerische Nutzungen und innovative Umsetzungen leer stehender Gebäude und selbst Neubauprojekte vorgesehen.

Das Kernstück soll der seit Dezember 2012 stillgelegte östliche S-Bahn-Bogen bilden. Der Parkbogen verbindet die Stadtteile Reudnitz, Anger-Crottendorf, Stötteritz, Sellerhausen, Schönefeld und das Zentrum-Ost. Die wichtigsten Stationen bilden das Grassimuseum (als Startpunkt), der Alte Johannisfriedhof, das Burgamessehaus, der Lene-Voigt-Park, der Knotenpunkt Anger-Crottendorf, das Viadukt Sellerhausen und der Kleingartenpark Südost, der Volkshain Stünz, die Bahnbrücke Bahnhof Sellerhausen, der Volksgarten, der Mariannenpark, und schließlich der Hauptbahnhof als Zielpunkt.

Träger ist eine bürgerschaftliche Initiative

Die Idee des Parkbogens wird vor allem von einer Bürgerinitiative getragen, die sich "Netzwerk für Stadtnatur" nennt. Sie setzt sich aus über 50 Gruppen, Vereinen, Künstlern, Wissenschaftlern, Kultureinrichtungen und Verwaltungen aus Leipzig und Umgebung zusammen. Seit 2011 bemühen sie sich, Natur und Umwelt mit Kunst und Kultur zu verbinden. Die schrittweise Umsetzung des Projekts ist auf die Mitarbeit zahlreicher Akteure angewiesen. Die Stadtverwaltung unterstützt das Vorhaben bereits.

 

 

 

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