Themensendung: Schlaf

Verschlafene Moderne

Die Geschichte des Schlafs in der Moderne zeigt: Schlaf ist nicht nur ein rein körperliches Bedürfnis, sondern hat in jeder Epoche und Kultur bestimmte Eigenarten angenommen. Bis heute ist er ein Phänomen, an dem sich subtil Machtverhältnisse zeigen.
Die Geschichte des Schlafs

6 Stunden und 59 Minuten – so lange schläft der Deutsche im Tagesdurchschnitt, sagt eine Studie der Uni Regensburg. Wir verbringen knapp ein Drittel des Tages (und unseres Lebens) schlafen. Und wissen wir relativ wenig darüber. Trotz Jahrzehnten der Schlafforschung.

Schlaf in der Moderne: Kleine Revolutionen

Begonnen hat das wissenschaftliche Interesse am Schlaf mit der Aufklärung. Erst im 20. Jahrhundert, mit Schlaflaboren und der Erfindung des EEG, entdecken Forscher, wie aktiv das Gehirn auch während des Schlafes ist.

Während die Wissenschaft dem Schlaf auf den Grund geht, ändern sich kontinuierlich die Bedingungen, unter denen wir schlafen. Eine Revolution war in dieser Hinsicht, wie so oft, die Industrialisierung: Denn nach den Thesen einiger Historiker hat sie unsere Schlafzyklen ziemlich umgekrempelt.

Ist unser „Idealbild“ des durchgängigen, sieben- bis achtstündigen Schlafes vielleicht doch keine biologische Konstante, sondern nur ein Spiegel unserer durchorganisierten Gesellschaft? Wie sehr hängen Macht und Müdigkeit zusammen? Lucas Kreling hat einen Blick in die neuere Geschichte des Schlafes geworfen.

 

mephisto 97.6-Redakteur Lucas Kreling berichtet über die Geschichte des Schlafs in der Moderne:

Ein Beitrag von Lucas Kreling.
Geschichte des Schlafs
 

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Lucas Kreling
15.07.2015 - 12:28