Al-Bakr Suizid

Verfahren wurden eingestellt

Am 12. Oktober des vergangenen Jahres beging der inhaftierte Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr Selbstmord. Daraufhin wurden die Psychologin und der stellvertretende Leiter der JVA der fahrlässigen Tötung angeklagt.
In der JVA Leipzig beging al-Bakr Selbstmord.

Ab September 2016 beobachtete die Polizei Dschaber al-Bakr, nachdem der Verfassungsschutz auf IS-Inhalte auf seiner Facebookseite aufmerksam wurde. Er recherchierte ebenfalls Informationen zu einer Sprengstoffvorrichtung. Am 7. Oktober erreichte die Polizei die Meldung, in Telefonaten des Verdächtigen sei von einem Flughafen in Berlin die Rede. Trotz des Zugriffs auf seine Wohnung in Chemnitz, gelang Dschaber al-Bakr die Flucht nach Leipzig. 

Zwei Tage nach seiner Festnahme hatte sich al-Bakr mithilfe eines T-Shirts in der Untersuchungshaft der Justizvollzugsanstalt Leipzig erhängt. Nach dem Suizid des syrischen Terrorverdächtigen, gerieten die sächsischen Polizei- und Justizbehörden in Erklärungsnot. Daraufhin beauftragte die sächsische Staatsregierung eine Kommission. Außerdem hatte die Familie al-Bakrs Strafanzeige gestellt. Sein Bruder äußerte den Verdacht, die Polizei habe ihn ermordet.

Fehlerfrei verlief der Fall nicht

Gegen den stellvertretenden Leiter der JVA und die Gefängnispsychologin war wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt worden. Die Psychologin, ging von keiner Selbsmordgefahr des 22-Jährigen aus. Die Kommision sei der Meinung, sie habe richtig gehandelt. Die Fehler seien bei der Polizei zu finden, denn man ging von einer Gefährdung Anderer jedoch nicht von einer möglichen Suizidgefahr aus. Laut des Anwalts des Syrers, Alexander Hübner, hatte es genügend Anzeichen gegeben. Der Inhaftierte manipulierte Steckdosen und trat in einen Hungerstreik.

Nun wurden die Angeklagten von der Staatsanwaltschaft freigesprochen. Das hat sie heute bekanntgegeben. Es habe keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine Straftat gegeben. Der Tod von al-Bakr sei also nicht vorsätzlich und auch nicht fahrlässig von JVA-Mitarbeitern verursacht worden.

Weitere Informationen können Sie im Beitrag von mephisto 97.6 Peggy Fischer nachhören: 

Ein Beitrag von Peggy Fischer
 
 

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