Deutscher Wetterdienst

Untersuchungen des Leipziger Stadtklimas

Die Stadt Leipzig bekommt Besuch - und zwar von Wetterstationen und Messfahrzeugen, die ein Jahr lang das Klima der Stadt messen und untersuchen. Damit will der Deutsche Wetterdienst die lokalklimatischen Begebenheiten näher erforschen.
Wolkenhimmel
Die Opposition sieht dunkle Wolken über der Regierungskoalition aufziehen.

Vor allem Wärmeeffekte und die Durchlüftungssituationen innerhalb des Leipziger Stadtgebiets werden mithilfe von drei mobilen Wetterstationen und weiteren Messfahrzeugen gemessen. Seit dem 26. Mai 2014 ist dieses Messnetz nun in Betrieb. Die genaue Messung erfolgt jedoch erst ab dem ersten Juni. Dann wird ein Jahr lang das Klima in Leipzig untersucht.

Wolfang Bivour, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Wetterdienst, erklärte uns, welche Ziele und Erkenntnisse sich der Deutsche Wetterdienst aus diesem Projekt erhofft:

"Um vor dem Hintergrund des voranschreitenden Klimawandels, eine zukunftsgerichtete, vorausschauende klimagerechte Stadtplanung umsetzen zu können und um Katastrophenvorsorge besser im Voraus planen zu können."

Dazu muss man selbstverständlich auf fundierte Informationen zur Entwicklung des Stadtklimas zurückgreifen. Das Projekt soll also der Stadt Leipzig diese Daten zur Verfügung stellen. Grundlage ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Wetterdienst und dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.
Doch nicht nur die Messdaten des Deutschen Wetterdienstes fließen in die Ergebnisse ein. Auch meteorologische Werte des sächsischen Luftgütemessnetzes, der Wetterstation des Institutes für Meteorologie der Universität Leipzig, des Leibniz-Institutes für Troposphärenforschung sowie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung werden mit berücksichtigt.

Wie erfolgt die Messung?

Gemessen werden die Daten dann wie folgt: Mit einem Messfahrzeug durchfährt man bestimmte ausgewählte Standpunkte und erfasst dort die Temperatur sowie die relative Luftfeuchte. Das sind dann sogenannte Profil-Messfahrten. Für die Stadt Leipzig ist dieses Projekt wichtig, um Maßnahmen zu finden dem Klimawandel vorzubeugen und um den Auswirkungen der Temperaturverhältnisse innerhalb der Stadt entgegen zu wirken.

Warum der Deutsche Wetterdienst speziell Leipzig für dieses Klimaprojekt ausgewählt hat, erzählt Wolfgang Bivour:

"Nach dem Motto 'Der frühe Vogel fängt den Wurm' hat sich Leipzig als Erstes um diese Geschichte gekümmert, da es hier möglich war, aufgrund der Verwaltungsvereinbarung zwischen dem DWD und dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, solch ein Projekt anzugehen."

Moderatorin Karoline Dörner im Gespräch mit Redakteurin Nicole Siemoneit
Stadtklima

 

 

Kommentieren

Nicole Siemoneit
27.05.2014 - 14:26
  Wissen