Gespräche auf dem Roten Sofa

"Unabhängig ist wichtiger als klein"

Seit 16 Jahren setzt sich die Kurt-Wolff-Stiftung für eine vielfältige Verlags- und Literaturlandschaft in Deutschland ein. Dafür vergibt sie jedes Jahr auf der Leipziger Buchmesse den Kurt-Wolff-Preis an Verlage, die auffallen und sich abheben.
Britta Jürgs von der Kurt-Wolff-Stiftung zu Gast auf unserem Roten Sofa
Britta Jürgs von der Kurt-Wolff-Stiftung zu Gast auf unserem Roten Sofa

Jedes Jahr wird ein Verlag oder Verleger für sein Engagement oder ein besonderes Programm von der Kurt-Wolff-Stiftung prämiert. Der Preis wird an kleine und mittlere Buchproduzenten, die weniger als 5 Millionen Euro Umsatz im Jahr erwirtschaften, und somit Aufmerksamkeit für unabhängige Verleger zu schaffen.

Ein starkes Signal

Dieses Jahr geht der Hauptpreis, der mit 26.000 Euro dotiert ist, an den Christoph-Links-Verlag, der vor allem für seine Sachbücher bekannt ist. Diese Auszeichnung kann als starkes Signal gewertet werden, da dieser sich für Erinnerungskultur und Geflüchtete einsetzt, während die Gesellschaft einen Rechtsruck erlebt.

Das Schaffen einer Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaften sowie Bücher, die typografisch sehr besonders gestaltet sind, sind Grund genug für eine Auszeichnung mit dem Sonderpreis, der mit 5000 Euro dotiert ist. Diesen erhält  der kleinen Verlag Vorwerk 8.

Chance für besondere Projekte

Der Kurt-Wolff-Preis bedeutet für die unabhängigen Verlage, deren Budget für Werbung und Marketing eher klein ist, Aufmerksamkeit und das Preisgeld stellt eine Chance für besondere Projekte dar, die sonst nicht zustande kommen würden.

Britta Jürgs von der Kurt-Wolff-Stiftung im Gespräch mit Moderatorin Ina Beyer
Britta Jürgs von der Kurt-Wolff-Stiftung zu Gast auf unserem Roten Sofa

 

 

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Die Kurt-Wolff-Stiftung wurde 2000 gegründet und vergibt seit 2001 den Kurt-Wolff-Preis auf der Leipziger Buchmesse, der Freitag Mittag um 13 Uhr verliehen wird.