Innenstadt Leipzig

Trubel um und in der Hainstraße

Passend zum Winterschlussverkauf ist in letzter Zeit immer wieder die Rede von einer Einkaufsstraße, die in altem Glanz erstrahlen soll. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben, nur bei den Kunden ist das noch nicht angekommen.
Noch ist nicht viel los in der Hainstraße.

Für viele ist die Hainstraße immer noch tot. Dabei ist seit Oktober 2012, mit der Neueröffnung der Höfe am Brühl, die Wegebeziehung der Hainstraße wieder optimal. Denn um vom Markt zu den Höfen am Brühl zu kommen, muss man fast zwangsläufig durch die Hainstraße. Die Sanierung des Hôtel de Pologne, der Neubau an der Hainspitze, in den ein Primarkt ziehen soll, große Schuhgeschäfte oder Outlets – all dies soll zusätzlich dazu beitragen, die Hainstraße wieder um ihrer selbst willen zu durchschlendern. 

Doch diese Image-Veränderung der Hainstraße bringt nicht nur Gutes. Sie schlägt sich zuerst im Mietpreis nieder, deren Erhöhung auf Marktspekulationen und Tendenzen beruht. Die steigenden Mietkosten haben dann zur Folge, dass sich fast ausschließlich Filialisten in der Hainstraße ansiedeln können. Für regionale Einzelhändler werden die Mieten kaum zu bezahlen sein. 

Ob große Filialen die Attraktivität der Straße steigern, bleibt abzuwarten; genauso der Zeitpunkt an dem die Einkaufsstraße wieder in altem Glanz erstrahlt -  zum jetzigen Zeitpunkt zumindest noch nicht.

Das Comeback der Hainstraße von Stephan Ziegert
 

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Stephan Ziegert
30.01.2014 - 12:29