Forschung

Trennung von Kirche und Staat

Säkularität bedeutet Trennung zwischen Religion und Nicht-Religion. Um wissenschaftlich zu Erforschen, was dieses Nicht-Religion ist und wo die Grenzen liegen, gibt es seit April die Forschergruppe "multiple secularities". Diese trifft sich zur Zeit.
multiple secularities
Prof. Christoph Klein und Prof. Monika Wohlrab-Sahr vom multiple secularties Kolleg

Seit dem 1. April gibt es sie. Die Kolleg-Forschergruppe zum Thema multiple secularities. Die Gruppe haben Prof. Christoph Kleine, Professor für Religionsgeschichte an der Uni Leipzig, und Prof. Monika Wohlrab-Sahr, Professorin für Kultursoziologie, ins Leben gerufen. Sie interessieren sich schon seit Jahren für das Thema Säkularität. Jetzt erforschen sie, wo es Grenzen zwischen Religion und Nicht-Religion gibt (nicht nur Staat) und wie diese geschichtich nachzuweisen sind. Außerdem wollen sie das Thema wissenschaftlich einordnen.

mephisto 97.6 Redakteur Paul Schumacher hat mit Prof. Christoph Kleine und Prof. Monika Wohlrab-Sahr gesprochen. Er fasst das Thema zusammen:  

mephisto 97.6 Redakteur Paul Schumacher zu Säkularität
 

Fellows in Leipzig

In den letzten Jahren haben die Beiden mehrere Versuche gestartet, Geld für ihre Forschungsideen zu bekommen. Im letzten Jahr hat es mit der Bewerbung bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft geklappt. Für die nächsten vier Jahre bekommt die Forschergruppe vier Millionen Euro. Diese nutzen sie, um Räume für die Forschung anzumieten und sogenannte Fellows einzuladen. Die Fellows oder auch Gastwissenschaftler, sind Experten aus Deutschland und anderen Ländern. Diese bleiben in der Regel ein halbes Jahr in Leipzig und arbeiten zusammen an dem Thema Säkularität. Einmal wöchentlich treffen sie sich zu einem Mini-Koloquium um über ihre Forschungen zu sprechen.

Grenzen in Asien

Die Forschergruppe setzt sich bei ihren Forschungen für die nächsten vier Jahre einen regionalen Fokus auf Asien. Die Säkularität in den Islamischen Welten und auch in zum Beispiel in China, Indien und Japan wurden bisher noch kaum erforscht, so Klein. Meist habe man nur die westlichen Länder wie Europa und Nordamerika im Fokus. Solle man jedoch Geld für weitere vier Jahre Forschung bekommen, würde man diese Regionen und Afrika erforschen.

Kick-Off Workshop

Vom 27. bis 29. Juni findet der Kick-Off Workshop statt. Dabei handelt es sich um einen internen Workshop der Forschergruppe. Da viele der Fellows nur für ein halbes Jahr kommen, würde sie sich kaum gegenseitig kennen lernen. Aus diesem Grund wurden alle Gastwissenschaftler eingeladen. Die Teilnehmer stellen ihre Projekte vor und starten schon in ihre Diskussionen.

 

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Conny Poltersdorf
28.06.2016 - 12:02

Für die Forschergruppe "multiple secularities" wurde eine eigene Website eingerichtet. Dort werden auch die neuesten Forschungsergebebnisse dokumentiert und der Blog wird genutzt, um auch miteinander zu kommunizieren.