RB Leipzig

Trainer für neue Spielzeit weiter offen

Thomas Tuchel hat RB Leipzig eine Absage erteilt. In der nächsten Saison wird er die Roten Bullen nicht trainieren. Doch wer macht dann den Job?
RB-Trainer Achim Beierlorzer

Thomas Tuchel gilt als einer der besten Fußballlehrer in Deutschland. Fünf Jahre lang hat er den FSV Mainz 05 trainiert und die Liga mit flottem Kombinationsfußball begeistert. Nach dem letzten Spieltag der vergangenen Saison hatte Tuchel aber keine Lust mehr auf Mittelfeldplätze. Trotz Vertrags bis Sommer 2015 nahm er sich ein Jahr Auszeit – unbezahlt. Nur eine Ablöse eines anderen Klubs könnte den 41-Jährigen aus seinem Vertrag reißen. Die Zeit seit seiner Freistellung hat er genutzt und sich bei mehreren Vereinen weitergebildet, unter anderem bei Pep Guardiola in München beim FC-Bayern.

Ralf Rangnick, der Sportdirektor von RasenBallsport, hat Tuchel früher in Ulm trainiert und hält viel von ihm und seinem strategischen Können. So wollte er Tuchel nach Leipzig lotsen. Doch daraus wird nichts.

Keine Lust auf 2. Liga

Gerüchte, dass Thomas Tuchel nach Leipzig wechselt, gab es schon seit vergangenem Sommer. Mit der Vertragsauflösung vom alten Trainer Alexander Zorniger im Februar mehrten sich die Stimmen Tuchel wechsle nach Leipzig. In der Presse hieß es, dass Tuchel sich in Markkleeberg ein Haus gekauft habe. Alle Anzeichen auf „im Sommer kommt Tuchel“. Doch da hieß es ja auch noch, dass Leipzig aufsteigen will und wird – danach sieht es aber gerade nicht aus.

Leipzig ist Tabellensechster der 2. Bundesliga mit acht Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz. Zu wenig für Tuchel. Der hat keine Lust auf Liga Nummer zwei, zumal er andere Angebote aus der 1. Bundesliga hat, zum Beispiel von Hamburg und Stuttgart. Zusätzlich könnte das gute Geld ein Grund für die Absage gewesen sein.

RB Leipzig ist unabhängig von Herrn Tuchel und anderen Namen und auch nicht bereit, finanzielle Grenzen für einen Zweitliga-Trainer zu überschreiten.

Oliver Mintzlaff (RB-Vorstand) in der Sport-Bild

Macht Beierlorzer weiter?

Der aktuelle Trainer ist der ehemalige U-17-Trainer von RB Achim Beierlorzer. Er betreut die Mannschaft seit Mitte Februar und wird das auf jeden Fall noch bis Saisonende tun. Was dann kommt – wer weiß? Bisher scheint der Vorstand zufrieden mit Beierlorzer zu sein. Seinem Vorgänger Zorniger folgend hat er das Spielsystem etwas verändert. Weniger lange Bälle, mehr Varianz im Spiel – es ist jetzt vielseitiger, viel besser allerdings auch nicht.

Laut Vorstand wäre Beierlorzer eine „kleine Lösung“, man habe jedoch einen „anderen Plan A“.

Eine Handvoll Kandidaten

Für Ralf Rangnick gibt es eine Handvoll Kandidaten – einer könnte der aktuelle Trainer von 1899 Hoffenheim sein: Markus Gisdol. Der war auch mal Trainer unter Rangnick und vertritt eine ähnliche Spielphilosophie wie RB Leipzig. Doch Gisdol fühlt sich wohl bei den Hoffenheimern und hat noch einen Vertrag bis 2016. Über weitere Namen ist nichts bekannt. Möglicherweise wird Achim Beierlorzer am Ende doch noch zu Plan A. 

Alexander Moritz im Gespräch mit Sportredakteur Alexander Polte
 

 

 

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Alexander Polte
07.04.2015 - 19:05
  Sport

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