Wanderausstellung in Leipzig

Systemversagen?

V-Männer und Skandale. Der Verfassungsschutz bewegt die Gemüter und doch ist nicht immer klar: Was ist der Verfassungsschutz? Und was tut er eigentlich? In der Ausstellung "Versagen mit System", kann man diesen Fragen auf den Grund gehen.
Das Bundesverfassungsgericht hat gegen ein Verbot der NPD entschieden.

In den letzten Jahren immer wieder groß thematisiert und doch für viele immer noch ein kleines Mysterium: der Verfassungsschutz. Er soll als "Frühwarnsystem" die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik schützen. Doch seit der Gründung der Verfassungsschutzämter 1956 gab es immer wieder Skandale und Grenzüberschreitungen. Zuletzt wurden die Pannen in der Arbeit des Verfassungsschutzes bei der Enttarnung des "Nationalsozialistischen Untergrundes" vor drei Jahren bekannt.

Das Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (FKR) hat sich im letzten Jahr intensiv mit den Skandalen und Pannen auseinandergesetzt und dazu die Ausstellung "Versagen mit System – Geschichte und Wirken des Verfassungsschutzes" erarbeitet. Auf 20 Tafeln können sich die Besucher über die Tätigkeiten und Skandalgeschichte des Inlandgeheimdienstes informieren.

Wanderausstellung macht Halt in Leipzig

Nachdem die Ausstellung, die durch Crowdfunding unterstützt wurde, bereits in Berlin, Naumburg und Hamburg zu sehen war, sind die Tafeln nun in Leipzig ausgestellt. Eröffnet wird die Ausstellung am 23. Februar im Augusteum, später ist sie im benachbarten Hörsaalgebäude der Universität zu sehen. Am 13. März zieht die Ausstellung dann endgültig weiter nach Mannheim.

 

mephisto 97.6-Redakteurin Anna Diephold spricht mit Frank Schubert, dem Pressesprecher des Forums für kritische Rechtsextremismusforschung.
Ausstellung
 

Kommentare

Auch eine Behörde von vielen in Deutschland wo es geschenkgeld satt gibt.Siehe Beamtengehälter und dabei spielt Erfolg,Misserfolg,Versagen keine Rolle jeden Monat gibt es frisches mehr als üppiges Gehalt .

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Das Forum für kritische Rechtsextremismusforschung ist eine Arbeitsgruppe des Leipziger Vereins "Engagierte Wissenschaft". Das FKR agiert seit 2005, als Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher und praktischer Arbeit im Themenfeld Neonazismus/Rassismus.