Freiheits- und Einheitsdenkmal

Sie wollen uns ein Denkmal erbauen

Vor über fünf Jahren wurde entschieden, in Leipzig ein Einheits- und Freiheitsdenkmal zu errichten. Doch wann das tatsächlich stehen wird, ist noch nicht absehbar. Denn nun wurde gegen das Vergabeverfahren geklagt, wodurch der Prozess verzögert wird.
Bisher ist der Wilhelm-Leuschner-Platz der geplante Ort für das Freiheitsdenkmal.

Der Wilhelm-Leuschner-Platz glänzt seit Dezember 2013 in neuem Gewand. Der Platz wurde aufgrund der neuen City-Tunnel-Haltestelle, die mit dem Architekturpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet wurde, neu gestaltet. Eigentlich sollte bis dahin das geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal das Bild ergänzen, doch bis jetzt ist dort noch nichts zusehen.

Das Projekt verzögert sich mehr und mehr. Jetzt klagten die Architekten, die in der 1. Vergaberunde gewonnen hatten und in der zweiten Runde den letzten Platz belegten, gegen das Vergabeverfahren. Sie sind der Meinung, dass die zweite Vergaberunde nicht transparent genug durchgeführt wurde.

Das Oberlandesgericht Dresden beschäftigt sich momentan mit dem Fall und sprach nun in seiner ersten Stellungnahme Kritik aus. Die Veränderung der Bewertungskriterien in der zweiten Vergaberunde hätten besser und klarer formuliert werden müssen. Außerdem kritisiert das Gericht, dass das Preisgericht beim zweiten Vergabeverfahren durch ein zusätzliches Bewertungsgremium erweitert wurde.

Das Urteil wird Ende Februar gesprochen. Gewinnen die Kläger, wird es eine neue Ausschreibung und ein neues Vergabeverfahren geben. Dann wird es auch in diesem Jahr noch kein neues Denkmal geben.

Die Klage gegen das Vergabeverfahren für das Freiheits- und Einheitsdenkmal. Ein Gespräch zwischen Mephisto 97.6-Redakteur Raimund Groß und Moderator Felix Gebhardt
 

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