Seniorenbeirat

Senioren wollen zuhause alt werden

Von Jahr zu Jahr nimmt der Anteil der Senioren an der deutschen Bevölkerung zu. Was bedeutet das für die Entscheidungen in der Kommunalpolitik? Und wie kann das Land Sachsen dazu beitragen den Alltag älterer Menschen zu erleichtern?
Auch im Alter wollen die Menschen auf ihren eigenen Beinen stehen.

Zur heutigen Sitzung des Seniorenbeirats hatten die Abgeordneten der Stadt auch Landtagsabgeordnete eingeladen. Im Hinblick auf die Landtagswahl im August 2014 wollten die Leipziger wissen, welche Ziele die Kandidaten in der Seniorenpolitik verfolgten. Themenschwerpunkte in der Besprechung waren unter anderem die Zukunft der ehrenamtlichen Vereinsarbeit, die Errichtung von Pflegestützpunkten sowie der altersfreundliche Umbau von Wohnungen.

Lebensabend in den eigenen vier Wänden

Neun von zehn Senioren möchten gern in ihrer eigenen Wohnung leben, sagt Prof. Gothild Lieber, Sprecherin des Seniorenbeirats. Auch Personen mit der Pflegestufe 1 würden immer öfter auf ein Leben in einem Pflegeheim verzichten. Doch die ambulante Pflege und Betreuung ist ohne politische Unterstützung nicht zu bewältigen. Wohnungen müssen altersgerecht umgebaut werden, um auch Senioren mit Handicaps das Leben zu erleichtern. Dafür braucht es mehr Förderung solcher Projekte. Auch die ehrenamltichen Tätigkeiten, die auch Rentner noch ausüben, muss abgesichert sein. Die Förderung von hauptamtlichen Strukturen sollte hier im Vordergrund stehen. 

Immer wieder hört man auch den Begriff Altersarmut in den Medien. Gothild Lieber scheut sich ein wenig, diesen Begriff zu nutzen. Zwar müssten ältere Menschen immer öfter den Euro noch einmal umdrehen, doch von konkreter Altersarmut könne man dabei noch nicht sprechen.

 

Stefanie Otto im Gespräch mit Prof. Gothild Lieber
 

 

 

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Melanie Hahn
08.05.2014 - 20:18