Vereinsarbeit

"Schutzschirm für Leipziger Vereine"

Viele Vereine sind auf ehrenamtliches Engagement angewiesen, doch immer mehr von ihnen kämpfen ums Überleben. Um dem entgegenzuwirken, haben Linke und Grüne dem Leipziger Stadtrat einen Beschlussvorschlag vorgelegt.
Außenansicht des Stadtteilladens Luetisch
Der "BürgerVerein Leutzsch e.V." ist eine viel wahrgenommene Anlaufstelle für Bürger und deren Anliegen.

Vom Sportverein Schleußig 1990 e.V. über den Leipziger Verein der Pfeifenfreunde bis hin zum Graffitiverein: Das öffentliche Leben wird von Vereinen und ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen. Allein in Leipzig gibt es rund 600 Vereine mit über 200.000 Mitgliedern. Doch immer mehr von ihnen können sich kaum mehr über Wasser halten. Denn für manche Aufgaben und vor allem für eine langfristige Planung brauchen Vereine bezahlte Angestellte. Bis 2011 war das mit öffentlichen Mitteln noch über eine Hintertür möglich – genannt wurde die Anstellung "weiterbildende Maßnahme". Doch inzwischen ist diese Hintertür geschlossen. Deshalb haben Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen den Beschlussvorschlag "Schutzschirm für Leipziger Vereine" zur Abstimmung im Stadtrat vorgelegt.

Darin ist eine grundlegende Reformierung der strukturellen Bedingung der Leipziger Vereinsarbeit vorgesehen. Von der Stadtverwaltung soll in Kooperation mit Vertretern der Leipziger Vereine eine Strategie entwickelt werden, "wie die Vereinslandschaft zukunftssicher strukturiert und gefördert werden kann". Viele Vereine haben bereits ihre Unterstützung angekündigt. Sie schlagen als Lösung die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Vereine im Rathaus vor – aktuell werde diese Arbeit laut Leipziger Volkszeitung von mehr als zehn verschiedenen Ämtern verrichtet. Die Alternative soll den Vereinen vor allem zeitintensive Arbeiten abnehmen. Zudem würde eine Servicestelle für die Vermittlung von Vereinen untereinander für Entlastung sorgen. So können zum Beispiel Steuerberater und Buchhalter gemeinsam beschäftigt oder Räume und Arbeitsmittel geteilt werden.

Doch wer die Koordinationsstelle letzten Endes trägt, wie sie finanziell ausgestattet ist und wann sie eingerichtet wird, ist bisher noch unklar.

 

Ein Beitrag von Nico van Capelle zu dem "Schutzschirm für Leipziger Vereine".
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Elisa Marie Rinne
24.02.2015 - 18:37