Gisbert zu Knyphausen & Kid Kopphausen

"Schön, wieder da zu sein!"

Nach der Trauer um ihren Freund und Kollegen Nils Koppruch sind Gisbert zu Knyphausen und die Kid Kopphausen Band wieder auf Tour. Bei nur vier Konzerten überhaupt schätzten sich die Gäste in der Leipziger naTo besonders glücklich über den Besuch.
Leuchtreklame Gisbert-Konzert
Leuchtreklame an der naTo zum Konzert von Gisbert zu Knyphausen und der Kopphausen Kid BandKonzert

Vor der naTo stehen die Menschen in der Schlange, um noch eine der letzten Karten zu bekommen. Drinnen schwitzen die Zuschauer und fiebern dem Auftritt der Band entgegen. Die Stimmung ist trotz gefühlten 35 Grad an diesem lauen Abend super. Denn Gisbert zu Knyphausen und seine Kollegen Felix Weigt, Marcus Schneider und Alexander Jezdinsky von der Kid Kopphausen Band haben sich gerade Leipzig zum Auftakt ihrer Mini-Tour ausgewählt.

"Einer fehlt bei vielen Songs"

Seit dem frühen Tod ihres Kollegen Nils Koppruch im Oktober 2012 hatten sich die Musiker ersteinmal zurückgezogen. Die Tour zum wenige Monate zuvor veröffentlichten gemeinsamen Album "I" wurde abgebrochen. Nun haben sie sich entschieden doch wieder aufzutreten, klärt uns Gisbert gleich zu Beginn des Konzerts auf:

"Wir freuen uns sehr, wieder zusammen Musik zu machen. Es ist natürlich klar, dass wir Nils vermissen. Aber wir hatten sehr viel Bock, diese Songs weiterleben zu lassen. Und das Motto des Abends kommt von Monty Python und das geht: One down, but four to go."

Musikalisch hört man ihnen nicht an, dass ein wichtiges Mitglied der Gruppe fehlt. Die Songs sind gewohnt feinsinnig, melancholisch und von subtilem Witz. Einige haben sie komplett neu arrangiert. Mit "Haus voller Lerchen" von Kid Kopphausen steigen die Jungs in den Abend ein. Dann geben sie mit "Hier bin ich" und "Staub und Gold" ersteinmal etwas Gas. Die Playlist ist eine schöne Mischung mit Songs von Nils, Gisbert oder beiden zusammen, aber auch Cover von den Prinzen und Hank Williams werden eingestreut.

Die gemeinsame Freude an der Musik überwiegt die Trauer

Zwischendrin gibt es immer wieder Pausen, in denen die Band rumblödelt. Man merkt ihnen an, dass sie eine intensive Zeit zusammen erlebt haben. Und so wird es auch keine bedrückende Gedenkveranstaltung, über der die Erinnerung an den großartigen Singer-Songwriter Nils Koppruch lastet – sondern ein heißer Sommerabend, bei dem die Musiker auf der Bühne und das tanzende Publikum bis zur letzten Zugabe voll dabei sind und so das Erbe von Nils Koppruch weiterleben lassen.

 

Kommentieren