Stadt teilen: Eutritzsch

Rückzugsorte inmitten der Stadt

Ruhe und Erholung mitten in der Stadt? In der Kleingartenanlage "Heimatscholle" im Leipziger Stadtteil Eutritzsch ticken die Uhren noch anders.
Gartenzwerg
Ein Must-have im Kleingarten

Mal wieder Zeit in der Natur verbringen, etwas mit den Händen erschaffen, Kochen mit selbst angebautem Gemüse? Was klingt wie der neueste Trend hipper Vollbarträger, wird in der Kleingartenanlage "Heimatscholle" im Leipziger Stadtteil Eutritzsch schon über 100 Jahre zelebriert.

mephisto 97.6 Reporterinnen Tina Küchenmeister und Anna Vosgerau haben sich auf Zehenspitzen gestellt und einmal über die Hecken geschaut: 

"Rückzugsorte inmitten der Stadt" – Ein Beitrag von Tina Küchenmeister und Anna Vosgerau

Bei vielen Einwohnern von Eutritzsch ist der Stadtteil beliebt für seine Einkaufsmöglichkeiten, seine guten Verkehrsanbindungen und seine Nähe zum Zentrum. Doch wenn man die viel befahrene Delitzscher Straße einmal verlässt und sich in den kleinen Nebenstraßen verliert, landet man schnell mitten im Grünen. Denn in Eutritzsch gibt es zahlreiche Kleingartenanlagen, unter ihnen auch die "Heimatscholle", die bereits 1893 als eine der ersten Anlagen überhaupt gegründet wurde. 

Ruhe und Erholung im eigenen Garten

Solch eine kleine Insel im Grau der Stadt pflegen alteingesessene Laubenpieper wie Harald Hülße und Frank Siegismund. Sie nutzen den Garten als Erholungsort und genießen die Ruhe unter dem eigenen Apfelbaum. Doch auch die Bewohner von Eutritzsch freuen sich über das viele Grün, gehen in den Gartenanlagen spazieren oder treffen sich in der Vereinsgaststätte.

Frank Siegismund sieht seinen Garten als Ort, an dem er sich selbst verwirklichen kann. Doch er betont immer wieder, dass ein Garten auch viel Arbeit mit sich bringt:

Da muss man auch Lust zu haben und viel Liebe und Leidenschaft reinstecken.

Frank Siegismund

Ein Kleingarten funktioniert nach dem Prinzip: "Wir ernten, was wir säen". Aber selbst angebautes Obst und Gemüse schmeckt natürlich viel besser als Gekauftes, betont Frank Siegismund. Das finden auch immer mehr junge Leute und die Nachfrage nach einem Schrebergarten ist auch in der jüngeren Generation gestiegen. Gärtnern ist hip, macht Spaß und man bewegt sich an der frischen Luft.

 

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Tina Küchenmeister, Anna Vosgerau
01.09.2015 - 11:53

Wer noch mehr über das Thema Schrebergarten erfahren möchte, dem empfehlen wir das Deutsche Kleingarten Museum im Zentrum-West.

Und wer jetzt so richtig Lust hat einen eigenen Garten zu übernehmen, der guckt entweder im Internet oder spaziert einfach mal in eine Schrebergartenanlage rein und hält seinen grünen Daumen hoch. Vielleicht hält ja ein Laubenpieper an.