Interview: Haxan

Roh Rückwärts Ist Nicht Krieg

Manche Dinge funktionieren besser auf Englisch. Zum Beispiel die Titel der beiden EPs von Berliner Musiker Haxan. Wir haben ihn auf Instagram getroffen und live über seine EP "War" gesprochen.
Haxan - "War"

Es ist Mitte März, wir leben mitten in den direkten Auswirkungen einer Pandemie. Und seien wir ehrlich, das einzige, was die aktuelle Situation ansatzweise aushaltbar macht, ist Musik.
Natürlich hat man seine all-time favorites, die immer laufen können. Aber auch neue Musik kommt gerade wie gerufen. So zum Beispiel die EP „WAR“ von Berliner Musiker Haxan.

Über einen Instagram Live-Stream treffe ich Haxan am 05. April um über diese EP zu sprechen.

Wie bist du zur Musik gekommen?
 

Zunächst frage ich ihn nach seinem persönlichen musikalischen Werdegang. Haxan hört als Jugendlicher zunächst mehr Hardcore als Hip Hop, findet aber über seine Schwester auch den Zugang zu diesem Genre. In keiner der beiden Szenen fühlt er sich als Fan jemals wirklich angekommen. Trotzdem feiert er die Musik und beginnt selbst welche zu machen.

Mit seiner Metalcore Band Kora Winter hat er 2019 das erste Album „Bitter“ herausgebracht. Ebenfalls 2019 erscheint außerdem seine erste EP unter dem Künstlernamen Haxan, die den Titel „RAW“ trägt.

Roter Teppich für gebrochene Herzen
 

Auf „WAR“ singt Haxan über seine persönlichen Erlebnisse. Sein persönlicher Favorit ist der Song „Motten“, mehr Klicks hat allerdings „Roter Teppich“; vermutlich, weil er auf einer „Herzschmerz-Playliste“, so Haxan, gelandet ist und dadurch mehr Personen Zugang zu dem Song hatten. Textlich ist es der Frieden, der in Haxans Augen viele Hörer*innen abgeholt hat. Ein Fan kommentiert im Laufe des Interviews, das sein Favorit „Roter Teppich“ ist. Es wird von einer Zuschauenden gefragt, wann ein Song in seinen Augen fertig ist. Haxan erzählt, wie schwierig diese Frage für ihn ist und dass er sehr perfektionistisch sein kann, aber irgendwann die Entscheidung getroffen werden muss. Er erzählt auch davon, dass er nicht 100 Songs produziert und davon die besten auswählt, sondern fünf Songs geschrieben hat und diese sind zur „WAR“ EP geworden.

 

Keine Konzerte, dafür Quarantäne-Tipps:

Durch die aktuelle Lage ist es für Haxan natürlich erstmal nicht möglich Konzerte zu spielen und auch wenn dies wieder erlaubt ist, sagt er, dass er zunächst nicht egoistisch handeln möchte, sondern abwarten will, bis es wirklich wieder sicher ist, Veranstaltungen zu organisieren.

Bis es soweit ist und man Haxan live sehen kann bleibt also erstmal das Hören der EP und zur weiteren Unterstützung hat er einige Musik Tipps gegeben:

- Ein Album das immer geht: Fear Before The March of Flame- The Always Open Mouth und alles von der Band Can’t Swim. Außerdem Haftbefehl.

-Eine musikalische Neuentdeckung: Sleep Token

-Ein musikalisches guilty pleasure: Toxin von Britney Spears und andere Hits des 2000er Pops

 

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Gesa Koy
15.04.2020 - 17:00
  Kultur