Überraschender Trainerwechsel

RB Leipzig trennt sich von Zorniger

Schon gegen Ende der Hinrunde war zu erkennen, dass bei RB Leipzig Sand im Getriebe ist. Wenig Punkte, kaum Tore und wenig erspielte Torchancen. Ein Umstand, der Sportdirektor Ralf Rangnick zum Handeln zwingt: Ein Trainerwechsel für den Umschwung.
Alexander Zorniger und RB Leipzig gehen von jetzt an getrennte Wege.

RB Leipzig und Cheftrainer Alexander Zorniger trennen sich mit sofortiger Wirkung. Nach Angaben des Vereins ist die einvernehmliche Entscheidung eine Reaktion auf die negative Entwicklung der Mannschaft in den letzten Monaten. Sportdirektor Ralf Rangnick bestätigte auf der heutigen Pressekonferenz, dass der nach unten zeigende Trend beim Tabellensiebten der zweiten Bundesliga einen Grund für die Trennung darstellt.

Grundsätzlich geht es darum, dass wir versuchen, die Mannschaft und die einzelnen Spieler weiterzuentwickeln. Aber wenn ich mir die Entwicklung der vergangenen neun Spiele anschaue, dann erkenne ich nicht mehr diese positive Richtung. Es war ja nicht einfach nur Stagnation - es war, wenn wir mal ehrlich sind, ein Stück weit Rückschritt.

Ganz einvernehmlich war die Trennung zwischen Cheftrainer und Verein aber dann doch nicht. Nach dem desaströsen Auftreten bei der 0:2-Niederlage zum Rückrundenauftakt gegen die Spvgg Erzgebirge Aue entschied sich die Führungsetage um Sportdirektor Ralf Rangnick für eine Veränderung auf den Trainerposten im Sommer 2015. Der Verein teilte Alexander Zorniger noch am vergangenen Wochenende mit, zur neuen Saison nicht weiter mit ihm zu planen. Am späten Dienstagabend informierte Zorniger dann wiederum den Verein, mit sofortiger Wirkung als Cheftrainer zurückzutreten.

Beierlorzer als Interimstrainer

Am heutigen Mittwoch präsentierte RB Leipzig dann den neuen Übergangstrainer: Achim Beierlorzer. Der bisherige Trainer der U17 von RB Leipzig übernimmt damit das Zepter bis zum Ende der aktuellen Saison. Sportdirektor Ralf Rangnick lobt vor allem die Art und Weise, mit welcher Beierlorzer mit den Junioren Erfolg hatte:

Ich bin absolut überzeugt von Achim Beierlorzer. Nicht nur weil er mit der U17 Tabellenführer in der Juniorenbundesliga ist sondern weil er Begeisterung und Leidenschaft vermittelt. Er verkörpert genau die Attribute, die den Fußball von RB Leipzig auszeichnen.

Der neue Cheftrainer zeigte sich indes überrascht, als Ralf Rangnick ihm den neuen Posten offerierte. Gezögert habe er trotzdem nicht - wenn sich so eine Möglichkeit ergäbe, müsse man sie einfach nutzen, so Beierlorzer. Wie der Trainer das Team zurück in die Erfolgsspur führen will, erklärte der neue Übungsleiter auf der Pressekonferenz:

„Was wir jetzt erreichen wollen ist, dass die Mannschaft endlich wieder den Fußball zeigt, den sie zu Beginn der Saison gezeigt hat, der RB auch ausmacht. Also einen aggressiven Angriffsfußball der dem Zuschauer Spaß macht, der auch Kreativität von den Spielern fordert und die Lust am Fußball einfordert. Und das ist etwas, was wir in der nächsten Zeit angehen werden.“

 

Wer ab der kommenden Saison Trainer bei RB Leipzig wird, steht noch nicht fest. Spekulationen, wie um den ehemaligen Trainer des FSV Mainz 05 Thomas Tuchel halten sich hartnäckig – bleiben von Vereinsseite aber unkommentiert. Nach Angaben von Sportdirektor Ralf Rangnick wird die Trainersuche in den kommenden Monaten vorangetrieben.

Moderator Andreas Hönig im Gespräch mit mephisto 97.6-Redakteur Stefan Wittmann zum Trainerwechsel bei RB Leipzig
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Moderator Andreas Hönig mit Reaktionen aus der Fanszene
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Stefan Wittmann
11.02.2015 - 19:42
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