Politisch motivierte Gewalt

Pulverfass Leipzig

Sachsen hat zunehmend Probleme mit politisch motivierter Gewalt: Rechts- und linksextremistische Straftaten haben laut Operativem Abwehrzentrum 2015 deutlich zugenommen. In Leipzig dreht sich die Gewaltspirale besonders schnell.
Laut Operativem Abwehrzentrum nahm die politisch motivierte Gewalt 2015 deutlich zu.
Die Zahl der rechten Angriffe ist zurückgegangen obwohl die Opferzahlen steigen

Das vergangene Jahr endete für die Leipziger Polizei mit Straßenschlachten und 69 verletzten Beamten. Am Rande einer rechtsextremen Kundgebung am 12. Dezember griffen Linksautonome die Staatsgewalt unerwartet hart an. Kaum einen Monat später: Wieder bricht sich die Gewalt Bahn, wieder liegt der Süden der Messestadt in Scherben. Der Täterkreis, diesmal Rechtsextremisten, hat es ausgerechnet auf die linksautonome Hochburg Connewitz abgesehen.

mephisto97.6-Redakteurin Finny Anton fasst die zurückliegenden Ausschreitungen zusammen:

Finny Anton zu links- und rechtsextremistischer Gewalt.
 

Stadtrat sucht nach Auswegen

Die Stadtratsfraktionen haben sich einer aktuellen Stunde geschlossen gegen Gewalt ausgesprochen. In ihren Reden bezog sich fast jede Fraktion auf die friedliche Revolution 1989. Zusammenarbeiten, Gesicht zeigen, keine Gewalt. Das waren einige der Forderungen, die die Stadtratsfraktionen in der aktuellen Stunde zu den rechts- und linksextremistischen Ausschreitungen im Dezember und Januar formulierten. Insgesamt waren die Wortmeldungen der Fraktionen und fraktionslosen Parteien sehr emotional. Bei der Rede des NPD-Stadtrats Enrico Böhm verließ dann ein großer Teil der Stadträte und Polizeipräsident Bernd Merbitz den Saal.  

Neben den Statements der Fraktionen standen mit Polizeipräsident Bernd Merbitz und dem Leipziger Soziologen Kurt Mühler auch zwei Experten auf der Tagesordnung. mephisto 97.6-Redakteurin Nina Ulke und Moderator Florian Zinner mit den Einzelheiten:

Nina Ulke und Florian Zinner im Gespräch.
 
 

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