Blockade

Protest in Merseburg

Eine siebköpfige tschetschenische Familie soll nach Polen abgeschoben werden. In einer Solidaritätsaktion haben Personen, meist Jugendliche, dagegen protestiert.
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Erfolgreiche Protestaktion gegen die Abschiebung tschetschenischer Flüchtlinge

Etwa 70 Menschen haben in Merseburg mit ihren Protesten seit dem 24.03. eine Abschiebung einer tschetschenischen Familie nach Polen verhindert.

Grund für die Abschiebung

Laut der zuständigen Behörde sei die Ausweisung durch das Dublin-Abschiebeverfahren begründet. Darin müssen Flüchtlinge in die EU-Staaten abgeschoben werden, in die sie zuerst eingereist sind. Demnach war eine Ausweisung der betroffenen Familie nach Polen geplant. Neben den Eltern sind bei diesem Vorfall auch deren fünf Kinder betroffen. Vorerst ist eine sofortige Abschiebung jedoch durch die Proteste verhindert worden. Dabei verlief leider nicht alles friedlich. Nach Angaben der Blockade-Veranstalter gab es Attacken von Neonazis, die versuchten die Protestaktion zu stören.

Ähnlicher Fall in Leipzig

Im vergangenen Jahr musste ein 18-jähriges Mädchen aus Tschetschenien einen ähnlichen Vorgang erleben. Leider konnte man ihre Abschiebung nicht verhindern. Die junge Tamara wurde um die Weihnachtszeit ohne ihre Familie nach Polen ausgewiesen. Im Anschluss gab es eine Online-Petition der Leipziger Theologen gegen die Abschiebung, die Tamara allerdings nicht helfen konnte.

 

Redakteurin Birgit Raddatz im Studiogespräch mit Moderatorin Carina Fron
Studiogespräch über Abschiebung
 

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Albrecht Buder
26.03.2015 - 11:40