Buchmesse

Programmschwerpunkt Flucht

Mit dem Programmschwerpunkt "Europa 21" will die Buchmesse in diesem Jahr ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile setzen. Eine sachliche Debatte soll die Zuwanderung von Geflüchteten in die Gesellschaft thematisieren.
Eröffnung des Buchmesse Schwerpunktes "Europa 21"
Eröffnung des Buchmesse Schwerpunktes "Europa 21"

Einer der Programmschwerpunkte der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr heißt Europa 21. Denk-Raum für die Gesellschaft von morgen. Vom 17.- 21. März wollen sich Künstler und Intellektuelle mit dem Thema Flucht auseinandersetzen.

Thematisch stehen die Zuwanderung nach Europa und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Gesellschaft, sowie Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile im MIttelpunkt der Lesungen und Diskussionen.

mephisto 97.6 Redakteur Christoph Schäfer berichtet von der Eröffnung der Schwerpunktveranstaltung:

Christoph Schäfer berichtet von der Eröffnung des Buchmesse Schwerpunktes "Europa 21"
1603 bme buchmese

Fragen stellen, Lösungen finden

Der Schwerpunkt besteht aus drei Anlaufpunkten, die laut Oliver Zille, dem Direktor der Leipziger Buchmesse, zur politischen Diskussion beitragen sollen. Es soll ein internationales Experten-Diskussionsforum im Café Europa geben, eine Abendveranstaltung und Hörstationen im Eingangsbereich der Buchmesse. Zu den Gästen gehören unter anderem Jörg Armbruster von der ARD und Bernd Ulrich, Leiter des Politikressorts der ZEIT.

Bei der Abendveranstaltung am 18. März ist eine Gesprächsrunde im Neuen Rathaus geplant, um die gesellschaftlichen Herausforderungen in Leipzig mit dem Publikum zu erörtern und gemeinsam Lösungen zu finden.

Diese sonst sehr emotional geführte Debatte soll dadurch sachlicher werden.

Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse

Beitrag zu politischen Debatten

Die Buchmesse gibt sich in diesem Jahr politischer als sonst. Sowohl das Programm, als auch die Aussteller halten sich mit politischen Anliegen und Sichtweisen nicht zurück. Denn trotz dem weltoffenen Konzept und der Vielzahl an politischen Debatten gibt es auch einen Aufreger. Unter den Ausstellern befinden sich die rechtskonservative Wochenzeitung "Junge Freiheit", die sich als intellektuelles Sprachrohr der Neuen Rechten gibt, sowie das rechtspopulistische Magazin "Compact", das unter der Leitung von Jürgen Elsässer zu den meinungsführenden Medien in der *Gida Bewegung gehört.

Die Verantwortlichen der Buchmesse sehen darin jedoch keinen Bruch zu dem sonstigen Programm. Oliver Zille beruft sich dabei auf die Meinungsfreiheit und die generelle Möglichkeit aller Verlage, auf der Buchmesse einen Stand zu betreiben. Hierbei müssten sich alle an die gleichen Rechte und Pflichten halten.

Wenn wir im Augenblick mit einer gewissen Ratlosigkeit auf Probleme sehen, dann ist so eine Messe und insbesondere Literatur geeignet, um uns darüber miteinander ins Gespräch zu bringen.

Kulturbürgermeister Michael Faber

 

 

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Das ganze Programm des Schwerpunktes Europa21. Denk-Raum für die Gesellschaft von morgen ist unter www.leipziger-buchmesse.de zu finden.

In der Glashalle gibt es Hörstationen mit den Geschichten Geflüchteter, die Sie hier nachhören können.