Warschauer Aufstand

Polnische Frauen im Widerstand 1939-1945

Polen war eines der ersten besetzten Länder im Dritten Reich. Doch mit der Besetzung formierte sich auch der Widerstand. Auch viele Frauen kämpften zusammen mit der polnischen Heimatarmee gegen die Unterdrückung.
Bernd Karwen vom Polnischen Institut in Leipzig

70 Jahre ist nun der Warschauer Aufstand her. Die Polen versuchten mit diesem Aufstand, Warschau zu befreien und sich gegen die Nationalsozialisten zu wehren – doch der Aufstand wurde niedergeschlagen. Zum Gedenken an diesen Tag wird heute der Film „Konspirantinnen: Polnische Frauen im Widerstand 1939-1945“ im Zeitgeschichtlichen Forum gezeigt.

Dieser Film von Paul Meyer befasst sich mit den überlebenden Widerständlerinnen aus der Zeit des Warschauer Aufstandes. In Interviews erzählen sie über ihr Leben im Untergrund und welche Aufgaben sie als Widerstandskämpferinnen übernahmen. Sie berichten von der Angst, die sie davor hatten, entdeckt zu werden oder aufzufliegen. Aber auch woher sie die Kraft für den Aufstand nahmen und was ihre Hoffnungen für die Zukunft waren. Ebenfalls werden Attentate beschrieben, wie das am SS-Führer von Warschau Franz Kutschera 1944. Auch die Gefahr des Verrats aus eigenem Kreise ist Thema des Filmes. Spiel- wie Dokumentationsfilme über das Dritte Reich gibt es bereits zuhauf, doch aus Perspektive polnischer Widerständlerinnen erzählt zu bekommen, wie eine Untergrundrebellion entsteht, ist interessant und sollte zum Sehen animieren.

 

Mephisto 97.6-Redakteurin Frauke Gliemann im Gespräch mit Bernd Karwen vom Polnischen Institut Leipzig über die polnischen Frauen im Widerstand 1939-1945.
 

 

 

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