Grassimuseum

Poetry Slam mal anders

Sie kämpfen mit Worten. Sie kommen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Und dennoch sind ihre Ansichten sehr ähnlich. Der muslimische Poetry Slam, "i,Slam", war am 4. November 2015 zu Gast im Grassimuseum.
Eröffnung des I,Slam
Josef, der Gründer der Poetry Slam-Veranstaltung, hat das "i, Slam" eröffnet.

Der ganze Beitrag von Candy Hecht hier zum Nachhören: 

"Poetry Slam mal anders" – ein Bitrag von Candy Hecht

Auf dem "i, Slam", der muslimischen Version des Poetry Slams traten Lokalpoeten aus Leipzig und altbekannte "i, Slammer" im Grassimuseum gegeneinander an. Ihrem Publikum lieferten die Slammer eine große Themenvielfalt. Mit Themen wie Liebe, Hass, Politik und Bürokratie brachten die Künstler die Zuhörer nicht nur zum Schmunzeln und zum lauthalsen Lachen. Einige von ihnen regten mit ihren Werken zum Nachdenken an, so auch Waseeb. Der Poetry Slamer trug ein eher ernstes Gedichte vor.

„Wenn ich den Mund aufmach, dann sollte etwas zum Nachdenken dabei herauskommen. Etwas mit Tiefe. Ich finds auch gut, wenn Künstler etwas Lockeres und Lustiges machen, aber ich will halt, wenn ich dastehe, lieber wirklich wichtige, ernste Sachen ansprechen."

Waseeb, Poetry Slammer

Nachdem alle Küstler zwei ihrer Werke vorgetragen hatten, waren die Zuschauer an der Reihe. In einem ausgeklügelten System bestimmten sie den Gewinner. Jedem Poet wurde eine Farbe zugeteilt und anschließend ging der Veranstalter Josef mit bunten Keschern durch die Reihen. In diese wurden, bereits im Vorfeld verteilte, Buttons geworfen und anschließend ausgezählt.

Obwohl dieses Mal Paul Weigel, ein Lokalpoet mit witzig-politischen Werken, als Sieger hervorging, ist Waseeb nicht enttäuscht. Er konnte viele neue Eindrücke gewinnen, Leipzig etwas kennenlernen und auch für weitere "i, Slam"-Veranstaltungen Erfahrungen sammeln. 

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Candy Hecht
09.11.2015 - 15:38
  Kultur

Weitere Informationen

Informationen über nächste "i, Slam"-Veranstaltungen finden Sie hier.