Poetry-Slam

Poetry Slam der Menschenrechte

Poetry Slams sind mittlerweile schon fast mainstream geworden. Doch die Jugend- und Hochschulgruppe von Amnesty International Leipzig hat jetzt einen Poetry Slam organisiert, der Kunst, Freiheit und Menschenrechte verbindet.
Im Juni 2016 fand der letzte "Poetry Slam der Menschenrechte" statt.
Im Juni 2016 fand der letzte "Poetry Slam der Menschenrechte" statt.

 

Amnesty International

Um zu begreifen, wie dieses besondere Ereignis zustande kommt, muss wohl kurzzeitig die Organisation in den Vordergrund gerückt werden, die es veranstaltet. Ein Poetry Slam ist sicher nicht die typische Veranstaltung, die man von einer internationalen Menschenrechtsorganisation erwartet. Tatsächlich widmet sich Amnesty (zu Deutsch: Begnadigung)  weltweit Menschenrechtsverstößen und versucht diese aufzudecken, unterstützt betroffene Personen und protestiert offen gegen geschehenes Unrecht. Die Nichtregierungsorganisation finanziert sich über Spenden und hat mittlerweile über sieben Millionen Mitglieder und Unterstützer. Wie einer ihrer neuen Slogans „Fighting bad guys since 1961“ vermuten lässt, leistet Amnesty schon seit weit über 50 Jahren seinen Teil, dass die Stimmen der scheinbar Stummen gehört werden und die Gehörlosen zu hören beginnen. In Leipzig gibt es fünf verschiedene Gruppen, bei denen man sich engagieren kann.

Menschenrechte, Freiheit, Poesie

Amnesty International arbeitet auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948. Doch was hat die mit Poetry Slams zu tun? Die Jugend- und Hochschulgruppen glauben, dass thematische Lyrik eine weitaus größere Wirkung erzielt als trockenes Aufsagen von Fakten. Natürlich wird der mittlerweile 4. Poetry Slam kein pures Einhämmern des Mantras „Menschenrechte sind gut und wichtig“ sein. Die neun Slammer und Slammerinnen haben in Leipzig die Möglichkeit, das Thema Freiheit in alle Richtungen zu interpretieren. So wird wohl eine farbenfrohe Mischung aus abenteuerlichen Lebensexperimenten, Wünschen, Sehnsüchten und Menschenrechten entstehen. Schon im 1. Artikel der Deklaration der Menschenrechte heißt es: „Alle Menschen sind frei“. Wenn das nicht der größte Beweis dafür ist, dass Freiheit und Menschenrechte untrennbar miteinander verwoben sind, wird wohl nie ein überzeugenderer erbracht werden.

Enstanden in Zusammenarbeit mit Héloise Markert.

 

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Der Amnesty Poetry Slam geht in die 4. Runde und steht unter dem Thema Freiheit. 

Er wird am 13. Januar 2017 im UT Connewitz stattfinden. Ab 19:00 Uhr ist Einlass, Beginn  20:00 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden dürfen gern eingeplant werden.