Immer mehr Pflegebedürftige in Sachsen

Pflegeheime in Leipzig ausgelastet

Die Diakonie Leipzig spricht von einer Auslastung ihrer Heime von 98 Prozent. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) werden bis 2030 etwa 24 000 Pflegefälle in Leipzig versorgt werden – ein drastisches Wachstum.
In Sachsen gibt es immer mehr Pflegebedürftige.

Vergleicht man die Zahlen von 2009 mit den Prognosen für 2030, so werden in Sachsen etwa 50 Prozent mehr Pflegebedürftige betreut werden müssen, in Leipzig sogar fast 65 Prozent. Das besagt eine Studie der IAB Sachsen aus dem Jahre 2012. Nun sind die Pflegeheime fast ausgeschöpft und auch der ambulante Rettungsdienst ist voll ausgelastet. Aus diesem Grunde werden in vielen sächsischen Städten neue Pflegeheime geplant. Für Dresden stehen nach LVZ-Bericht acht Heime in den Startlöchern. Leipzig hingegen hat diesbezüglich noch nichts arrangiert. Damit Pflegeheime in Betrieb genommen werden können, müssen erstmal genug Fachkräfte zu Verfügung stehen. Und die sind im Moment nicht gerade im Überfluss vorhanden. Zwar spricht die Diakonie von einem guten Personalstand, bei spontanen Ausfällen oder Krankheiten der Pfleger kann es jedoch zu Engpässen kommen. Für die Zukunft gilt es daher, mehr Personal auszubilden, sagt Heike Formann, Vorstand des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste. Vor allem müsse aber auch darauf geachtet werden, dass die Fachkräfte nach der Ausbildung nicht in andere Bundesländer abwandern, in denen die Arbeitsbedingungen für Pflegepersonal lukrativer sind als hier in Sachsen. Das Land befinde sich nämlich ziemlich weit unten, was diese Bedingungen und die Bezahlung angeht.

Moderator Florian Farken im Gespräch mit Magnus Folten.
SG Pflege
 

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Magnus Folten
26.09.2014 - 21:10