Orchestersterben

Ohne Pauken und Trompeten

Die Anzahl der Orchester in Deutschland in den letzten 22 Jahren aufgrund von Sparmaßnahmen um 37 gesunken, besonders in den neuen Bundesländern ging die Zahl zurück.

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Obwohl es qualifizierten Nachwuchs von den deutschen Musikhochschulen gibt, sinkt laut der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) die Orchesterzahl und das vor allem in Ostdeutschland. So werden viele Orchester zusammengelegt und damit Stellen gestrichen. Zuletzt wurden beispielsweise die Neue Elblandphilharmonie Riesa und das Orchester der Landesbühne Radebeul zusammengelegt.

Das führt zu einer Überalterung, da durch die Fusionierung keine jungen neuen Musiker eingestellt werden. Diese Entwicklung bringt auch gesundheitliche Probleme mit sich. Durch das hohe Durchschnittsalter, was in den neuen Bundesländern bei über 50 liegt, häufen sich Erkrankungen und auch Berufsunfähigkeit kommt öfter vor. 

Gerald Mertens, DOV-Geschäftsführer, sieht das Land Sachsen in der Pflicht, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Er fordert mehr Geld für Kulturräume, denn seit 2004 wurden die Zuwendungen nicht erhöht. Außerdem müssten die Kommunen, die die Theater und Orchester unterhalten, besser finanziell ausgestattet werden.

 

Über die Folgen des steigenden Altersdurchschnitts von Orchestern sprach Moderatorin Susanne Kraft im Interview mit Gerald Mertens, DOV-Geschäftsführer
 

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Peggy Strauchmann
30.01.2014 - 10:27
  Kultur