Stadtratssitzung

Nutzung des Wilhelm-Leuschner Platzes

Es ist Mittwoch in Leipzig und das bedeutet: Stadtratssitzung. Themen sind unter anderem der Wilhelm-Leuschner-Platz und die Grundstücksvergabe in Leipzig.
Der Stadtrat hat am Wochenende über den Doppelhaushalt für 2017/18 diskutiert.

 

Redakteurin Eva Wittekind im Gespräch mit Moderator Andreas Funke über die Themen des Stadtrats
 

Im Stadtrat wird heute neben vielen weiteren Punkten auch über die Grundstücksvergabe in Leipzig gesprochen. Auf Antrag der Linken sollen für diese Sozialkriterien geschaffen werden, die an einem runden Tisch, an dem verschiedene Vertreter aus der Stadtverwaltung, den Fraktionen und gemeinnütziger Eigentumsformen zusammenkommen, erarbeitet werden sollen. Die Ziele der Stadtentwicklung sollen mit dem Verkauf städtischer Grundstücke und der Vergabe von Pachtverträgen gefördert werden, das heißt auch, dass kulturelle, ökologische, soziale und stadtbauliche Ziele noch vor dem Verkaufserlös Vorrang haben sollen.  

Die Teilnahme der Stadt Leipzig an der Europäischen Mobilitätswoche forderten die Grünen in einem Antrag. Hier werden Alternativen zum motorisierten Individualverkehr durch verschiedene Informationsveranstaltungen gefördert. Die Mobilitätswoche findet jährlich im September statt. Zum Beitritt sind Zielvorgaben, ein Träger für das Projekt und entsprechende Gelder nötig – Aufgaben, die der Stadt Leipzig zufallen. Ein Beschluss dazu wurde heute aber auf Wunsch der Antragssteller verschoben.

 

Ein weiteres, viel diskutiertes Thema soll außerdem am Mittwochabend in der Stadtratssitzung seinen Platz finden: Der Wilhelm-Leuschner-Platz. Die Nutzung des Platzes wurde bereits vielseitig besprochen, nun soll sie endlich beschlossen werden. Während die FDP vorerst die Nutzung als Parkplatz vorschlägt, haben die Grünen die Vorstellung von einem "Markt der Möglichkeiten". Die Linke stellt einen Antrag auf eine Grünfläche für den Wilhelm-Leuschner-Platz.

 

Ein Beitrag von Redakteurin Helena Schmidt über den Wilhelm-Leuschner-Platz
 

Ergänzung aus dem Nachrichtenmagazin Direkt:

Die Nutzung des Wilhelm-Leuschner-Platzes als Parkplatz wurde mit großer Mehrheit im Stadtrat abgelehnt. Der Platz soll nun als "Markt der Möglichkeiten“ genutzt werden. Was das bedeutet? Tim Elschner von den Grünen hat es gegenüber mephisto 97.6 in etwa so beschrieben: Der Wilhelm-Leuschner-Platz soll für kulturelle Konzepte offen sein, Märkte oder Sportveranstaltungen wären dabei vorstellbar. Im Allgemeinen soll es ein kultureller Ort werden, in verschiedensten Funktionen. Dieses Ideenkonzept wurde mit Mehrheit beschlossen. Ab September soll der Platz nun für ungefähr 200.000 Euro instand gesetzt werden.

Einen weiteren Antrag gab es außerdem zu dem Bau einer Schule in der Innenstadt. Die Linke hatte gefordert auf dem Areal Matthäikirchhof zwischen Ringgrün und Großer Fleischergasse eine Grund- bzw. weiterführenden Schule zu errichten. In den anderen Fraktionen traf dieser Vorschlag aber auf Ablehnung – die Grundstückspreise seien zu hoch, um die Fläche für den Bau einer Schule zu nutzen. Außerdem schließe dieses Vorhaben die anderweitige Nutzung des letzten freien Grundstücks in der Innenstadt aus. Daher wurde dieser Antrag mit großer Mehrheit abgelehnt.

Redakteurin Helena Schmidt im Gespräch mit Moderator Andreas Hönig mit den Ergebnissen der Stadtratssitzung
Stadtrat Direkt

 

 

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Luise Hopfmann, Angelika Brünecke
15.04.2015 - 13:16

Weitere Informationen

Informationen zum Geschehen rund um den Wilhelm-Leuschner-Platz gibt es hier und hier.

Eine Chronik der Ereignisse bis Juli 2014 gibt es außerdem hier.