Flowerpower

"Nicht nur Bier trinken, sondern Event"

Das Flowerpower in Leipzig feiert seinen achtzehnten Geburtstag. Und wie? Natürlich bunt, schrill, mit viel Blümchen und Live-Musik – eben so, wie man es von einer Kneipe mit dem Namen "Flowerpower" erwartet.
Flowerpower
Ist spät abends gut besucht - das Flowerpower in Leipzig

Achtzehn Jahre Love, Peace & Rock‘n’Roll – das Konzept hat sich seit Gründung der Kneipe nicht geändert. Warum auch? Es funktioniert. In vielen anderen ostdeutschen Städten wie Jena oder Chemnitz gibt es bereits Ableger des „Flowerpower“.

Was viele aber nicht wissen: Der Name der Kneipe ist bewusst gewählt, um das Publikum fernzuhalten, das vorher Stammgast war. Vor der Umbenennung hieß der Laden nämlich „Hannoversche Botschaft“ und gehörte dem „Paten von Leipzig“ und Unterweltkönig Joachim Nöske. Blümchen und Kitsch – das sollte die harten Jungs fernhalten.

„Als Kneiper hat man schon ab und zu ein Messer oder eine Knarre am Kopf – aber das ist ja nur Spaß!“

Trotzdem ist man auch in einer „Blümchen-Bar“ nicht vor Gewaltdrohungen gefeit. Das verrät André Streng, Besitzer und Namensgeber des „Flowerpower“, so nebenbei. Doch er nimmt es mit Humor. Das spiele jetzt keine Rolle, es sei ja Geburtstag.

 „Wie mein zweites Wohnzimmer“

Für die Leipziger ist die Kneipe in der Südvorstadt nun mehr eine alte Bekannte. Vor allem vermutlich deshalb, weil sie noch offen hat, wenn alle anderen Läden schon geschlossen haben. Man kann sie lieben, wie Stammgast Elia, der quasi schon zum Inventar gehört und den Laden als zweites Wohnzimmer bezeichnet. Andere waren noch nie im „Flowerpower“, wie unsere Redakteurin Claudia Wlk, mit der ich die ersten Stunden der Geburtstagfeier gemeinsam erlebt und hinter die Kulissen geblickt habe.

18 Jahre Flowerpower - Reportage von Stephan Ziegert und Claudia Wlk
Flowerpower LoT
 

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Stephan Ziegert
12.08.2014 - 20:26