Dance transit.

Neues Tanzfestival im LOFFT

Was macht eigentlich die freie Szene anderer Städte? Ohne Gastspielbudget müssen sich die kleineren Theater etwas einfallen lassen, um ihre Produktionen auswärts zu zeigen. Und sie müssen zusammenarbeiten – so wie Prag, Leipzig und Dresden.
"Boys who like to play with dolls"
Peter Šavel und Tereza Ondrová in "Boys Who Like To Play With Dolls"

Zum gegenseitigen Austausch verbinden sich HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, das LOFFT Theater Leipzig und das Theater Ponec zusammen mit dem Theater Archa Prag. Aus jeder der drei Städte kommen dadurch Tanzproduktionen in die jeweils anderen. Das Festival wurde unter dem Namen "Dance transit" dieses Jahr neu ins Leben gerufen. Den Auftakt gab Prag vom 8. bis 12. Februar. Dresden knüpfte am 27. an und bleibt nun noch bis zum 6. März Gastgeber. Workshops und eine Preisverleihung ergänzen dort das Programm. In Leipzig fällt "Dance transit" kürzer aus. Als kleinstes der beteiligten Häuser beschränkt sich das LOFFT auf einen einzelnen Festivaltag. Dafür gab es dort am 28. Februar zwei Tanztheaterstücke hintereinander zu sehen.

Du und ich ist nicht gleich wir
 

Zweimal zwei Tänzer aus Dresden und Prag zeigten ihre sehr persönlichen Stücke. Anna Till und Johanna Roggan brachten noch den Komponisten Daniel Williams mit, der mit seiner Live-Elektronik während der Vorstellung auf Impulse der Tänzerinnen reagierte. Auch mit dem Publikum interagierten alle vier Tänzer. Der Abend wurde von allen Seiten sehr positiv aufgenommen, und so kann das Festival seiner angestrebten Fortsetzung im Herbst mit viel Rückendeckung entgegensehen. 

 

Eindrücke vom Festival "Dance transit" – eine Reportage von Ulrike Hönig

Musik: Daniel Williams

 

 

 

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